11/12/2019

Im Betrieb sicher unterwegs mit dem E-Scooter - Gesetzliche Unfallversicherung gibt Tipps zum Einsatz von E-Scootern bei der Arbeit

Kommen E-Scooter bei betrieblichen Fahrten zum Einsatz, gelten
neben den straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften auch arbeitsschutzrechtliche
Anforderungen. Darauf weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen in einer
aktuellen Publikation hin. Alle Gefährdungen, die bei der Verwendung eines
E-Scooters auftreten können, müssen schon im Vorfeld ermittelt und in der
Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Darin kann die Unternehmensleitung
auch Sicherheitsbestimmungen festlegen, die im normalen Straßenverkehr nicht
gelten. So kann sie beispielsweise verfügen, dass E-Scooter nur mit Helm,
reflektierender Kleidung und geeigneten Schuhen gefahren werden dürfen.

Unterweisung in Theorie und Praxis

Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
(DGUV), spricht sich für hohe Standards aus: "E-Scooter werden nur dann eine
sinnvolle Ergänzung unserer Mobilität sein, wenn sie möglichst sicher genutzt
werden können. Das gilt für Fahrten sowohl im Straßenverkehr als auch auf dem
Werksgelände. Hier ist die Unternehmensleitung in der Pflicht. Sie muss
gewährleisten, dass ihre Beschäftigten optimal ausgerüstet sind und das Gerät
beherrschen, bevor sie es zum allerersten Mal verwenden wollen." Mit einer
schriftlichen Betriebsanweisung oder der mitgelieferten Gebrauchsanleitung ist
es dabei nicht getan. Beschäftigte müssen in einer verständlichen Form und Sprache
theoretisch und praktisch vor der Erstbenutzung des E-Scooters unterwiesen werden.

Regelmäßige Prüfung

Um sicherzustellen, dass die betrieblichen E-Scooter dauerhaft in einwandfreiem
Zustand sind, müssen sie regelmäßig instandgehalten werden. Inspektion, Wartung
und Instandsetzung sind Aufgabe von fachkundigen, beauftragten und unterwiesenen
Beschäftigten oder Auftragnehmern mit vergleichbarer Qualifikation. Vor der
erstmaligen Verwendung und mindestens einmal jährlich sollen betrieblich genutzte
E-Scooter geprüft werden. Wurde das Gerät beispielsweise bei einem Unfall
beschädigt, muss diese Prüfung auch außer der Reihe stattfinden.

Im Gespräch bleiben

Passieren Unfälle mit dem E-Scooter auf dem Werksgelände oder dem Weg zur oder
von der Arbeit nach Hause, unterstützen die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen.
Dr. Stefan Hussy: "Kommt es zu einem Unfall, sollten Arbeitgebende und Belegschaft
das Ereignis im Nachhinein analysieren. Es ist wichtig, beim Thema
Verkehrssicherheit dauerhaft im Gespräch zu bleiben und über Risiken zu diskutieren.
Das gehört zu einer guten Kultur der Prävention.

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)


AplusA-online.de - Quelle: Zur Broschüre "E-Scooter - Hinweise und Tipps zum sicheren Fahren und zur betrieblichen Verwendung