23.08.2019

Heute schon eine Pause gemacht?

Pausen sind nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch essentiell
für sichere und gesunde Arbeit. Sie helfen Beschäftigten, ihre Akkus wieder
aufzuladen und konzentriert weiterzuarbeiten. Doch wie kann die Pause möglichst
effektiv gestaltet werden?

Wenn die Aufgabenliste immer länger wird und der Zeitdruck bei der Arbeit wächst,
ist die Pause schnell vergessen. Kurz am Kaffee nippen und die neusten Nachrichten
auf dem Smartphone checken, ist dann oft das höchste der Gefühle. Und das obwohl
das Arbeitszeitgesetz Pausen vorschreibt. Mindestens 30 Minuten bei einer
Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von
mehr als neun Stunden. Die Gesamtpausenzeit kann in Zeitabschnitte von mindestens
15 Minuten aufgeteilt werden. Per Gesetz dürfen Beschäftigte nicht länger als
sechs Stunden ohne Pause arbeiten. Zudem gibt es Sonderregelungen. Beispiels-
weise für Jugendliche: Sie müssen nach spätestens viereinhalb Arbeitsstunden
eine Ruhepause einlegen. Vorgesehen sind 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von
viereinhalb bis sechs Stunden und 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als
sechs Stunden. Verzichten Beschäftigte auf ihre Pause, kann das schnell gefähr-
lich werden. Die Konzentration sinkt, Fehler schleichen sich ein und das Unfall-
risiko steigt.

Auch wenn Pausen wie aus dem Lehrbuch manchmal nicht möglich sind: Es ist wichtig,
dass sich Beschäftigte in ihrem Arbeitsalltag Zeit nehmen, um sich von ihrer
Tätigkeit zu erholen. Das wirkt sich positiv auf ihre Leistungsfähigkeit,
Konzentration und Motivation aus. Mit diesen Tipps, funktioniert's:

Den Arbeitsplatz verlassen

Um sich tatsächlich erholen zu können, sollten Beschäftigte während der Pause
Abstand von ihrer Tätigkeit gewinnen. Dazu gehört es, den Arbeitsplatz für
diese Zeit zu verlassen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Pause
störungsfrei ist. Das Diensttelefon mit in die Pause zu nehmen oder die Pause
auf der Verkaufsfläche zu verbringen, um für Kunden und Kollegen erreichbar zu
sein, ist kontraproduktiv für die Regeneration. Daher gilt: Pause ist Pause!

Das Gegenteil der Arbeit tun

Es ist sinnvoll, in der Pause das komplette Gegenteil seiner Arbeit zu tun. Wer
den ganzen Tag auf den Beinen ist, darf auch mal die Füße hochlegen. Ein Spazier-
gang bietet sich für diejenigen an, die bei ihrer Arbeit viel sitzen. Beschäftigte,
die den ganzen Tag am Bildschirm tätig sind, sollten das Smartphone in der Tasche
lassen. An die frische Luft zu gehen, ist ein guter Plan für alle, die in einem
geschlossenen Raum arbeiten.

Das Thema wechseln

Die Pause mit den Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen verbringen? Gute Idee!
Doch dabei sollten Beschäftigte eine Regel beachten: Nicht über den Job sprechen.
Denn sonst fällt es schwer, gedanklich abzuschalten.

Lockerungsübungen machen

Um einseitiger Belastung und Muskelverspannungen vorzubeugen. Auch Meditation,
Yoga oder autogenes Training können die Entspannung und Regeneration in der
Pause fördern.

Essen und Trinken nicht vergessen

Um den Körper mit Energie zu versorgen, ist es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren
und viel zu trinken - am besten Wasser oder ungesüßte Tees. Gibt es keine Betriebs-
kantine, können sich Beschäftigte eine Lunchbox richten. Beispielsweise mit
belegten Vollkornbroten, Salat, Gemüse und Obst.

Mehrere kurze Pausen einlegen

Gesundheitsfördernder als eine lange Pause sind mehrere kurze Pausen, die über
den Arbeitstag verteilt werden.

AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW)