Redaktion: War es von Beginn an dein Ziel, als Influencerin groß zu werden?
Annalena: Es war nie geplant, dass das mal so groß wird. Dahinter steckt kein Sys-tem oder Strategie. Ich zeige einfach, wie es auf der Arbeit läuft, dass ich meinen Job liebe – und der Rest kommt von alleine. Deshalb finde ich es bis heute irgendwie komisch, als Influencerin bezeichnet zu wer-den.
Am Anfang habe ich einfach meinen Alltag geteilt – ein Foto vom Dach, ein Video beim Aufrichten eines Balkens. Ich wollte zeigen, wie vielseitig der Beruf ist. Die Community ist schnell gewachsen, und bald kamen gezielte Fragen zu PSA, Werkzeug und Baustellenalltag. Heute nutze ich meinen Account, um das Handwerk so zu zeigen, wie es ist: echt, ohne Filter und mit viel Leidenschaft.
Redaktion: Welche Verantwortung hast du als Influencerin, wenn es um Pro-duktempfehlungen geht?
Annalena: Glaubwürdigkeit ist das Wichtigste. Ich zeige nur, was ich selbst benutze und empfehlen kann. Wenn etwas nicht funktioniert, sage ich das auch. Gerade im Handwerk geht es nicht um Lifestyle, sondern um Sicherheit und Qualität – da muss man ehrlich sein.
Redaktion: Du hast auch dein eigenes Fachwerkhaus saniert. War PSA da ge-nauso wichtig?
Annalena: Ja, unbedingt. Gerade bei privaten Projekten denkt man schnell: „Ach, das geht auch mal eben ohne Maske.“ Aber beim Sanieren war Atem-schutz echt das A und O – alte Materialien, Staub, Schimmel, da willst du deine Lunge nicht ungeschützt haben. Und wenn man dann noch auf der Leiter steht oder schweres Zeug bewegt, merkt man schnell, dass Nachlässigkeit keine gute Idee ist. Zuhause gibt’s keinen Chef, der dich daran erinnert – da bist du selbst verantwortlich.
Redaktion: Welche Trends beobachtest du aktuell bei PSA speziell für Arbeiten auf dem Dach?
Annalena: Da hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Helme sind heute viel leichter und trotzdem stabiler, viele mit Belüftungssystemen, damit man im Sommer nicht überhitzt. Bei Absturzsicherungen merkt man, dass die Hersteller stärker auf Bewegungsfreiheit achten – Gurte, die sich besser anpassen und weniger einschränken. Und auch bei Schuhen gibt es Fortschritte: leichtere Sohlen, die trotzdem rutschfest sind, was gerade auf nassem Dach extrem wichtig ist. Ich finde, man spürt, dass Ergo-nomie und Sicherheit immer mehr zusammengedacht werden.
Ich bemerke aber auch einen großen Trend bei Sicherheitsschuhen in Sachen Gewicht und Optik. Und die Exoskelette sind voll im kommen.
Redaktion: Was erhoffst du dir von deinem ersten Besuch auf der A+A 2025?
Annalena: Ich will Innovationen sehen, vor allem bei ergonomischen Schuhen, Helmen und Absturzsicherungen. Die A+A ist der beste Ort, um Ausrüs-tung anzuprobieren und direkt mit Herstellern zu sprechen. Ich freue mich auch auf den Austausch mit anderen Influencern und Ausstellern – da entstehen oft Ideen, die man so gar nicht geplant hätte.
Redaktion: A+A: Dein PSA-Tipp für Nachwuchshandwerker:innen?
Annalena: Kauft Ausrüstung, die euch passt und die ihr gern tragt. Klingt simpel, ist aber entscheidend – wer sich wohlfühlt, trägt PSA konsequent, und das ist der beste Schutz überhaupt. PSA ist nicht uncool! Wer will mit 40 schwerhörig sein? Vielleicht auch in einer coolen Farbe gönnen! Da gibts doch mittlerweile eine bunte Palette, im wahrsten Sinne des Wortes
Ob auf dem Dach, in der Meisterschule oder bald zwischen den Messe-ständen der A+A 2025 – Annalena zeigt, wie PSA und ergonomische Arbeitskleidung den Unterschied machen können. Für sie ist das nicht Nebensache, sondern fester Bestandteil eines sicheren, professionellen und modernen Handwerks.