03/01/2011

Toolbox hilft bei Erfassung psychischer Belastungen

Schon im Jahr 2002 reagierte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin (BAuA) mit der "Toolbox 1.0" auf die steigende Nachfrage nach
Instrumenten zur Erfassung psychischer Belastungen. Sie ermöglicht - abgestimmt
auf mögliche Probleme im Betrieb, Branchen und Art der Tätigkeit - einen
systematischen Zugang zur Erfassung und hilft bei der Suche nach einem
geeigneten Instrument oder Verfahren bei psychischen Belastungen am
Arbeitsplatz.

Nach einer ersten Aktualisierung im Jahr 2005 bietet die BAuA nun die Toolbox
1.2 als zweite Überarbeitung an. Viele Autoren der vorgestellten Verfahren
haben deren Beschreibungen aktualisiert und Aussagen um neue Kriterien ergänzt
wie etwa die Qualifikation der Anwender. "Beispielhaft ist das BGWmiab der
Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, mit dem
psychische Belastungen bei der Arbeit in verschiedenen Bereichen der Pflege
erfasst werden können", erklärt Dr. Gabriele Richter, BAuA-Expertin für
psychische Belastungen und Autorin der Toolbox. Für jedes Verfahren in der
Toolbox sind mindestens ein Ansprechpartner und die Zugangswege aufgeführt.
Auch die mit dem Einsatz verbundenen Kosten und der zeitliche Aufwand werden
genannt. Bei einigen Verfahren haben die Autoren Referenzen angegeben. So ist
ablesbar, wie oft und in welchen Branchen sie bisher in der Praxis angewandt
wurden.

Die Autorin hat außerdem neue Instrumente aufgenommen und solche, die nicht
mehr weiterentwickelt werden oder für die es keine Ansprechpartner mehr gibt,
wurden entfernt. "Damit verfügt die Toolbox 1.2 nun über 97 meist quantitative
Instrumente und Verfahren zur Erfassung psychischer Belastungen für viele
Branchen, die durch einen Exkurs zu einem qualitativen Instrument ergänzt
werden", bilanziert Richter.

Wie schon bei den vorherigen Versionen können Anregungen und Kritik für die
Toolbox 1.2 online über die BAuA-Homepage www.baua.de/toolbox übermittelt
werden. Dort findet sich auch der Bericht "Toolbox 1.2" als PDF (3 MB) zum
Download.


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AplusA-online.de - Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)