27.09.2019

5 Tipps wie sich das Tief nach dem Urlaub vermeiden lässt

Zurück im Arbeitsalltag scheint schnell alles zu viel - allein der Gedanke an die zahllosen
unbeantworteten E-Mails lassen den Weg ins Büro manchmal unüberwindbar erscheinen.
In der psychologischen Fachwelt nennt man dieses Phänomen "Post-Holiday-Syndrom", das
rund zwei Drittel der Arbeitnehmernehmenden betrifft. Viele Menschen neigen dazu, schnell
wieder in alte Verhaltensmuster zu verfallen - und der Erholungseffekt ist sofort wieder
weg. "Geraten wir nach dem Urlaub direkt in Dauerstress, schadet das nicht nur der Motivation,
sondern auf lange Sicht auch der Gesundheit. Auch die aufgetankten Energiereserven brauchen
Pausen", erläutert Franziska Stiegler vom Dachverband der Betriebskrankenkassen,
Kooperationspartner von psyGA. Das Portal für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz (psyGA)
der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gibt basierend auf Empfehlungen seines
Kooperationspartners Siemens Betriebskrankenkasse fünf Tipps für einen entspannten
Wiedereinstieg nach dem Urlaub.

1. Zeit zum Ankommen nehmen:
Um ganz entspannt wieder anzukommen, versuchen Sie sich den ersten Tag weitestgehend
freizuhalten, um ganz in Ruhe Ihre E-Mails zu sichten und To-Do-Listen zu erstellen.
So erlangen Sie wieder den Überblick über den aktuellen Stand und können auch
inhaltlich sicher wieder einsteigen. Sie arbeiten gar nicht am Schreibtisch?
Wenn möglich, achten Sie darauf, dass Zeit für eine Übergabe ist und Sie nicht
Kopfüber in die Schicht starten.

2. Sich nicht unter Druck setzen:
Während Ihrer Abwesenheit haben sich sicherlich einige Aufgaben angesammelt.
Priorisieren Sie und teilen Sie sich so Ihr Arbeitspensum in überschaubare Einheiten
auf. Offene Kommunikation gegenüber Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten ist hierbei
zentral, gerade auch, wenn absehbar ist, dass Sie eine Frist nicht einhalten können.

3. Auszeiten einplanen:
Nicht nur im Urlaub zeigt sich, wie wichtig Auszeiten und Bewegung sind. Tun Sie
Ihrer Gesundheit etwas Gutes, indem Sie Pausen an der frischen Luft und in Bewegung
verbringen. Das Mittagessen vor dem Computer am Schreibtisch sollten Sie nicht nur
nach Ihrem Urlaub vermeiden, um auf andere Gedanken zu kommen. Auch kleinere Pausen
zwischendurch können zu mehr Produktivität und Konzentration beitragen - und Ihre
Gesundheit schützen.

4. Rausgehen und austauschen
Gerade nach dem Urlaub tun eine ausgedehnte Mittagspause und der pünktliche Feierabend
besonders gut. Auch der Gedanke an ein tolles Ferienerlebnis oder ein kleines Souvenir
im Büro hilft, sich die Urlaubsstimmung noch ein wenig länger zu erhalten. Erzählen
Sie auch Ihrem Team von Ihren Erlebnissen - das steigert nicht nur den Zusammenhalt,
sondern auch die Stimmung im Büro.

5. Tipps für Vorgesetzte:
Mitarbeiter*innen beim Urlaub und Wiedereinstieg unterstützen:
Vorgesetzte können dabei helfen sowohl den Urlaub wie auch den Wiedereinstieg in den
Arbeitsalltag zu erleichtern. Organisieren Sie Vertretungslösungen und eine Übergabe-
struktur. Klären Sie auch ob, und wenn ja, wie Beschäftigte im Urlaub erreichbar sein
sollten. Absprachen schaffen Struktur und ermöglichen allen Beteiligten eine entspannte
Zeit. Strukturierte Briefings helfen Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur
Orientierung nach der Rückkehr. Auch das persönliche Gespräch sollte nicht zu kurz
kommen. Versuchen Sie auch nach Möglichkeit, die Beschäftigten nicht direkt in den
ersten Arbeitstagen mit zu vielen Aufgaben zu überfallen. Kommunizieren Sie klar,
dass Pausen und ein pünktlicher Feierabend auch bei einer großen Menge an Aufgaben
wichtig und in Ordnung sind.

Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (PsyGA)


AplusA-online.de - Quelle: iga.Report "Weitere Informtionen über: Das Post-Holiday-Syndrom"