30/07/2019

Arbeiten im Freien: Vorsorgeuntersuchungen für Beschäftigte der Bauwirtschaft

Mit steigenden, teils hochsommerlichen Temperaturen nimmt auch das
Gesundheitsrisiko für Beschäftigte der Bauwirtschaft wieder zu. Temperaturen
über 30 Grad Celsius sowie ultraviolette Strahlung können sich negativ auf das
Herz-Kreislaufsystem und die Haut auswirken. Umso wichtiger ist der richtige
Schutz vor Hitze und UV-Strahlung. Darauf weist die Berufsgenossenschaft der
Bauwirtschaft (BG BAU) anlässlich der anrollenden Hitzewelle hin. Der
Arbeitsmedizinische Dienst der BG BAU (AMD der BG BAU) klärt auf und bietet
Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von weißem Hautkrebs an. Mithilfe
eines Online-Tools können Versicherte darüber hinaus ihr individuelles
Gefährdungspotenzial ermitteln.

Weißer Hautkrebs, ausgelöst durch UV-Strahlung, ist die häufigste angezeigte
Berufskrankheit in der Bauwirtschaft. Ein Großteil der Verdachtsanzeigen
betrifft dabei den Kopf. Umso wichtiger ist der Schutz vor der Sonnenstrahlung
durch geeignete Maßnahmen. Neben technischen und organisatorischen
Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel dem Einsatz von Sonnensegeln, der Verlagerung
der Arbeiten in die Morgenstunden oder dem Durchsetzen regelmäßiger Pausen,
spielt auch das individuelle Verhalten eine wichtige Rolle. "Wichtig ist es,
viel zu trinken - mindestens zwei bis drei Liter am Tag", erklärt dazu Dr.
Anette Wahl-Wachendorf, ärztliche Direktorin des AMD der BG Bau. "Das Arbeiten
in der Sonne lässt sich auf Baustellen nicht vermeiden. Deshalb müssen sich die
Beschäftigten vor der Sonne mit langer Kleidung aus geeigneten Materialien, mit
Helmen mit Nackenschutz oder UV-Schutzbrillen schützen. Auch Sonnenschutzmittel
mit einem Mindestschutzfaktor von 30 sind ein Muss."

Um krebsverdächtige Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen, bietet der AMD
der BG BAU außerdem eine Vorsorgeuntersuchung für alle Beschäftigten der
Bauwirtschaft und baunaher Dienstleistungen an. "Gerade der sogenannte Weiße
Hautkrebs hat, wird er früh erkannt, gute Heilungschancen", betont Dr.
Wahl-Wachendorf.

Auch die Versicherten selbst können dazu beitragen, dass Hautkrebs gar nicht
erst entsteht - durch präventive Maßnahmen ebenso wie durch aufmerksames Prüfen
der eigenen Haut. In Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische
Prävention der Deutschen Krebshilfe hat die BG BAU den "Selbsttest Hautkrebs"
entwickelt. Der Test gibt eine erste Einschätzung zum individuellen
Gefährdungspotenzial und macht auf mögliche Faktoren für eine Erkrankung
aufmerksam.

Zum "Selbsttest Hautkrebs"


AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU)