01.12.2017

Zeit, Licht, Luft: Gesund und sicher durch den Winter

Immer schön langsam: Sich Zeit nehmen

Viele Winterunfälle, die der Berufsgenossenschaft gemeldet werden, passieren zu
Fuß. Oft ziehen sie langwierige Verletzungen nach sich, zum Beispiel
Knochenbrüche, Zerrungen und Bänderverletzungen. Deshalb rät die BGW:
- Auch Fußgängerinnen und Fußgänger sollten mehr Zeit für den Weg einplanen, wenn
es draußen glatt sein könnte.
- Kleine, langsame Schritte mit geeignetem Schuhwerk: So kommt man zu Fuß am
sichersten voran - nicht nur auf längeren Strecken, sondern vom Parkplatz oder
von der Bushaltestelle zum Gebäude und zurück.

Ebenso lohnt sich im Winter ein bisschen Extra-Zeit für die Haut. Sie braucht
jetzt besonderen Schutz und spezielle Pflege. Denn sie gibt bei trockener
Heizungsluft vermehrt Feuchtigkeit ab und reduziert bei Kälte ihre eigene
Fettproduktion.
- Deshalb empfiehlt sich regelmäßiges Eincremen mit einer stärker fetthaltigen
Pflegecreme, die nur langsam einzieht und einen Fettfilm auf der Haut
hinterlässt.
- Außerdem streift man draußen am besten schon bei niedrigen Plusgraden wärmende
Handschuhe über. So viel Zeit muss sein.

Leuchtend und erleuchtet: Licht machen und nutzen

Zur Falle kann in dieser Jahreszeit die Dunkelheit werden. Wenn man in schlecht
beleuchteten Räumen stolpert oder stürzt. Oder wenn man im Straßenverkehr
übersehen wird. Oder wenn das mangelnde Tageslicht auf die Stimmung drückt. All
dem kann man vorbeugen.
- So lassen sich neben dem Auto und dem Fahrrad auch Haus, Hof und Wege einem
Lichttest unterziehen. Vielleicht ist da oder dort eine Glühbirne zu tauschen -
oder es bietet sich das Installieren von zusätzlicher Beleuchtung,
Bewegungsmeldern oder Dämmerungsschaltern an.
- Im Straßenverkehr ist man auf dem Rad und zu Fuß mit großflächigen Reflektoren
besser zu sehen.
- Und dem Winterblues beugt unter anderem das Tanken von Tageslicht vor, zum
Beispiel bei einem Spaziergang in der Mittagspause.

Luftig durch den Tag: Immer wieder Fenster auf

Auch frische Luft braucht man im Winter ebenso wie in den übrigen Jahreszeiten.
Stickige Raumluft macht müde und fördert Erkältungen. Denn gerade dort können
sich Krankheitskeime anreichern.
- Dagegen hilft unter anderem regelmäßiges Lüften. Am besten öffnet man - bei der
Arbeit wie zu Hause - die Fenster in der kalten Jahreszeit mehrmals täglich für
einige Minuten ganz weit, damit genügend Luft ausgetauscht wird. Am
effizientesten ist das Querlüften mit mindestens zwei geöffneten Fenstern oder
Türen auf verschiedenen Seiten. Aber nicht zu lange: Wenn der Körper
unterkühlt, verliert er an Kraft, sich gegen Krankheitserreger zu wehren. Drei
bis fünf Minuten reichen - auch damit die Wände nicht zu sehr auskühlen
- Und wer Pausen und Freizeit für Spaziergänge oder andere Outdoor-Aktivitäten
nutzt, tankt unabhängig vom Tageslicht auf jeden Fall belebenden Sauerstoff.

AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)