12.04.2017

Zahl tödlicher Arbeitsunfälle ging 2016 weiter zurück

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist im vergangenen Jahr weiter
zurückgegangen. Das geht aus einer vorläufigen Statistik zum Unfallgeschehen am
Arbeitsplatz hervor, die der Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und
Unfallkassen, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in Berlin
veröffentlicht hat. Danach gab es 2016 insgesamt 424 tödliche Arbeitsunfälle,
46 weniger als im Vorjahr. Auf dem Weg zur Arbeit hatten 304 Versicherte einen
tödlichen Unfall, 44 weniger als 2015. Damit sind tödliche Unfälle bei der
Arbeit und auf dem Weg dort hin selten wie nie zuvor.

"Auch wenn der Trend rückläufiger Zahlen sich bei den tödlichen Unfällen
fortsetzt - jeder dieser Unfälle ist einer zu viel", kommentierte
DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer die neue Statistik. "Wir werden
daher in unseren Anstrengungen für eine sichere und gesunde Arbeitswelt nicht
nachlassen."

Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle stieg im Vergleich zum Vorjahr
leicht auf 876.579 (2015: 866.056). 2016 ereigneten sich 184.854
meldepflichtige Wegeunfälle, rund drei Prozent mehr als 2015 (179.181). 18.824
Versicherte erhielten im vergangenen Jahr erstmals eine Rente aufgrund eines
Arbeits- oder Wegeunfalls (2015: 19.269).

Über das Unfallrisiko bei der Arbeit sagen die veröffentlichten Statistiken
noch wenig aus, da Veränderungen am Arbeitsmarkt die absolute Zahl der
Arbeitsunfälle stark beeinflussen. Der Grund: Wo mehr Beschäftigte arbeiten,
passieren bei gleichem Unfallrisiko auch entsprechend mehr Unfälle. Die Zahl
der Arbeitsunfälle pro 1.000 Vollarbeiter liegt jedoch erst im Sommer vor und
wird dann von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bekannt gegeben.

Die für den öffentlichen Sektor zuständigen Unfallkassen verzeichneten
insgesamt 1.314.013 Unfälle in der Schüler-Unfallversicherung, 40.764 weniger
als im Vorjahr. 41 Unfälle endeten tödlich (2015: 61). 31 dieser Unfälle
ereigneten sich auf dem Schulweg.

AplusA-online.de - Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)