14/03/2013

Wirksame Kommunikation hilft, Gefahrstoffe sicherer zu verabeiten

Die Verbände der Hersteller, Händler und Arbeitgeber der Bauwirtschaft haben
sich gemeinsam mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt sowie
Berufsgenossenschaften auf eine Branchenlösung "Gefahrstoff-Kommunikation in
der Lieferkette" geeinigt. Das neue Bündnis stellte sich am 12. März 2013 im
Bundespresseamt vor. Grund: Die Beteiligten wollen den Umgang mit Informationen
zu Gefahrstoffen im Einklang mit den rechtlichen Bestimmungen erleichtern.
Rechtliche Vorgaben machen die vorgeschriebenen Sicherheitsdatenblätter der
Hersteller immer komplexer, so dass es für die Unternehmen kaum noch möglich
ist, die Informationsflut zu bewältigen. Dabei sind die Hinweise der
Sicherheitsdatenblätter notwendig, damit Baustoffe sicher verarbeitet werden
können.

"Mit der neuen Branchenlösung wird nun allen Akteuren in der Lieferkette der
Bauwirtschaft - Herstellern, Händlern und den Baubetrieben als Anwendern - ein
zentraler Pool der rechtlich notwendigen Sicherheitsdatenblätter für
gefahrstoffhaltige Baustoffe bereitgestellt", sagte Klaus-Richard Bergmann,
Vorsitzender der Geschäftsführung der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
(BG BAU). Verständliche Informationen der Berufsgenossenschaft, die auf
Verfahren und Verwender bezogen sind, liefern ergänzend einfache und leicht
verständliche Hinweise, wie die Produkte sicher zu verarbeiten sind. Diese
Informationen kommen vom Gefahrstoff-Informationssystem der BG BAU (GISBAU) und
sind bereits erprobt. Die Bundesministerien für Arbeit und Soziales (BMAS), für
Wirtschaft und Technologie (BMWi), sowie für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
(BMVBS) unterstützen die Branchenlösung und betonen alle drei "den
zukunftsweisenden Charakter" dieser Initiative.

Mit der Branchenlösung wird zudem einer weiteren Herausforderung begegnet: Alle
Beteiligten der Lieferkette: 400 Hersteller, 2.500 Baustoff-Fachhändler und
460.000 Unternehmen der Bauwirtschaft müssen die Sicherheitsdatenblätter zehn
Jahre lang aufbewahren. In Papierform ist damit ein gewaltiger
Verwaltungsaufwand verbunden. Die Informationsfülle ist riesig, der
Verwaltungsaufwand gewaltig. Die Lösung: Ein zentrales EDV-gestütztes
Branchenportal, betrieben durch die BG BAU, in dem die Sicherheitsdatenblätter
und weitere Informationen über Gefahrstoffe vorgehalten werden. "Die
Baubetriebe, der Fachhandel und die Hersteller werden von der Pflicht zur
Aufbewahrung entbunden", betonte Arenz. Das entlaste vor allem die vielen
Klein- und Mittelbetriebe der Bauwirtschaft, die viel Aufwand und Geld sparen.

Der Branchenpool der BG BAU wird bereits aufgebaut und soll allen Beteiligten
der Lieferkette zum 1. Januar 2014 zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen in einer Pressemeldung.


AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU)