20.01.2015

Wenn die Nacht zum Tag wird: BGW gibt Tipps gegen Schlafstörungen

Regelmäßiger erholsamer Schlaf ist für viele Menschen nur ein Wunschtraum.
Dabei ist er wichtig, um gesund zu bleiben und erfolgreich den Alltag zu
meistern. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
(BGW) gibt Tipps, wie man ihn findet.


Ruhemangel mit Folgen

Schlafstörungen treten in unterschiedlichen Formen auf: Manche Betroffenen
schlafen schlecht ein, andere liegen zwischendurch lange wach, wieder andere
merken nachts gar nichts, fühlen sich aber trotzdem morgens schlapp.
"Schlafmangel jeglicher Art führt zu Erschöpfung und beeinträchtigt die
Konzentration", erklärt Dr. Johanna Stranzinger, Arbeitsmedizinerin der BGW.
"Wer müde ist, macht schneller Fehler und hat eine höhere Unfallgefahr.
Längerfristig schwächt ein Mangel an Tiefschlaf zudem das Immunsystem."
Typische Schlafkiller


Die Ursachen von Schlafstörungen liegen oft im Alltag: Typische Schlafkiller
sind Stress, falsche Ernährung, Störquellen von außen und ein unnatürlicher
Tagesrhythmus. "Wir kennen Schlafprobleme zum Beispiel von Beschäftigten im
Schichtdienst", berichtet die Expertin der BGW. "Wenn es dunkel wird, schüttet
der Körper das Schlafhormon Melatonin aus. Wer dann wachbleiben muss, arbeitet
gegen seinen natürlichen Biorhythmus an." Nach der Nachtschicht setzt sich das
Problem fort: Draußen wird es hell, der Körper fährt die Melatoninproduktion
zurück und findet schwer zur Ruhe. Hinzu kommen als weitere Störfaktoren die
typischen Geräusche des Tages aus der Umgebung. Und womöglich wirkt noch Kaffee
oder schwarzer Tee aus dem Nachtdienst nach.


Gewohnheiten überprüfen

"Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte zunächst seine persönlichen
Gewohnheiten und seine innerliche Haltung überprüfen", rät Stranzinger. "Oft
helfen schon kleine Veränderungen im Alltag."


Fünf Tipps für einen erholsamen Schlaf:


  • Viel Bewegung in den aktiven Tagphasen - aber mit genügend zeitlichem Abstand zum Schlafengehen.

  • Schlafzimmer abdunkeln, kühl halten und möglichst gegen Lärm abschirmen.

  • Mehrere Stunden vor dem geplanten Einschlafen auf anregende Getränke, Alkohol und schwere Speisen verzichten.

  • Persönliches Entspannungsritual finden: zum Beispiel Lesen oder Musikhören.

  • Gelegentliches Aufwachen zwischendurch als normal akzeptieren: Kleine

  • Wachphasen gehören zum gesunden Schlaf dazu. Sie sind nur meistens so kurz, dass man sich nicht an sie erinnern kann.




AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)