07.07.2016

Wenn Gähnen gefährlich wird

Bei jedem fünften Berufsunfall spielen Schlafprobleme eine Rolle. Das zeigt
eine neue Studie der Suva. Die Unfallversicherung will dem entgegenwirken und
hat ein Präventionsmodul für Betriebe entwickelt.

Schlafprobleme zählen heute zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden in
der Schweiz. 30 Prozent der Arbeitnehmenden sind davon betroffen - Tendenz
steigend. Das führt nicht nur zu Erschöpfung oder gar seelischen und
körperlichen Erkrankungen, sondern erhöht auch das Unfallrisiko. Eine neue
Studie der Suva zeigt, dass bei jedem fünften Berufsunfall Schlafprobleme
beteiligt sind. Dies entspricht in der Schweiz rund 53 000 Berufsunfällen pro
Jahr. Und: Wer müde durchs Leben geht, verunfallt fast doppelt so häufig.
Ausgeschlafene leben sicherer

Schlafprobleme mindern die Erholung während der Nacht und führen zu
Tagesschläfrigkeit. Tagesschläfrigkeit wiederum setzt die Arbeitsleistung herab
und erhöht das Risiko für einen Berufsunfall. «Am häufigsten passieren Stolper-
und Sturzunfälle oder Verletzungen mit Maschinen und Werkzeugen», sagt Katrin
Uehli, Fachspezialistin der Suva. Besonders gefährdet sind Schlechtschläfer,
die älter sind als 30 Jahre, pro Nacht weniger als sieben Stunden schlafen und
pro Woche mehr als 50 Stunden arbeiten.

Berufsunfälle wegen Schlafproblemen führen nicht nur zu menschlichem Leid,
sondern auch zu hohen Kosten. In der Schweiz werden jährlich schätzungsweise
283 Millionen Franken dafür aufgewendet. Auch in der Freizeit passieren Unfälle
wegen Schlafproblemen; diese verursachen zusätzliche Kosten von 512 Millionen
Franken.

Auf ihrer Website bietet die Suva "Tipps für einen erholsamen Schlaf" zum
Download an.


Tipps für einen erholsamen Schlaf


AplusA-online.de - Quelle: Suva