06/04/2018

Weniger Unfälle mit schweren Folgen - Gesetzliche Unfallversicherung veröffentlicht vorläufige Zahlen für 2017

Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist im Jahr
2017 um 0,4 Prozent auf 873.562 zurückgegangen. Das ergeben die vorläufigen
Arbeitsunfallzahlen, die die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV),
Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen heute veröffentlicht
hat. Einen Anstieg gab es hingegen bei den meldepflichtigen Wegeunfällen.
Im vergangenen Jahr ereigneten sich 190.095 Unfälle auf dem Weg zur Arbeit und
wieder nach Hause. Das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Einen neuen Tiefstand
gab es bei den neuen Unfallrenten insgesamt: Sie gingen um 604 Fälle auf 18.244
neue Unfallrenten zurück.

454 Arbeitsunfälle hatten einen tödlichen Ausgang, das sind 30 mehr als im Jahr
zuvor. In einigen Branchen wie der Chemischen Industrie oder dem Transport
sanken die Opferzahlen, während sie in anderen zunahmen. 282 Beschäftigte
wurden Opfer eines tödlichen Wegeunfalls, das sind 29 weniger als 2016.

"Die Zahl der Arbeitsunfälle bleibt weiter auf niedrigem Niveau, neue
Unfallrenten - das bedeutet schwere Unfälle - gehen zurück. Und auch die Zahl
der Schülerunfälle ist rückläufig", sagt Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer
der DGUV. "Aber so erfreulich die Zahlen sind, sie zeigen auch: Vom Ziel der
Vision Zero, einer Welt ohne Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen,
sind wir noch weit entfernt. Hier setzt deshalb die neue Präventionskampagne der
gesetzlichen Unfallversicherung an."

AplusA-online.de - Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)