12.10.2017

Welthändewaschtag 2017: BZgA gibt Tipps zum Hygieneverhalten bei Atemwegsinfektionen

Viele Menschen leiden oft mehrmals im Jahr an Infektionen der Atemwege. Bei
Beteiligung der Atemwege im Rahmen von Erkältungen oder bei der echten Grippe
befallen Erreger die Schleimhäute der oberen und manchmal auch der unteren
Luftwege. Besonders jetzt in Herbst und Winter sind viele Erreger aktiv, die
unterschiedliche Atemwegsinfektionen auslösen können. Richtiges
Hygieneverhalten hilft, Ansteckungen zu vermeiden. Anlässlich des
Welthändewaschtags am 15. Oktober 2017 erinnert die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an die Bedeutung des regelmäßigen
Händewaschens zum Schutz vor Infektionen und gibt Tipps für den Krankheitsfall.


Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: "Wer an einer
Atemwegsinfektion erkrankt ist, kann durch konsequente Hygienemaßnahmen dazu
beitragen, Familienmitglieder und Kontaktpersonen im Freundes- und
Kollegenkreis vor Ansteckung zu schützen. Eine Weiterverbreitung von Erregern
über Luft, Hände und Gegenstände lässt sich reduzieren, wenn Erkrankte in
dieser Zeit enge Kontakte wie Umarmen oder Küssen vermeiden, auf das richtige
Husten und Niesen in Einmaltaschentücher achten und insbesondere regelmäßig die
Hände waschen."

Husten und Schnupfen sind oft mehr als nur lästig: Akute Atemwegsinfektionen
sind ein häufiger Grund für Arbeitsunfähigkeit. Erkrankte Kinder können unter
Umständen die Tagesstätte oder die Schule nicht besuchen. Vor allem bei
Säuglingen, Älteren und Menschen mit geschwächter Immunabwehr können diese
Infektionskrankheiten auch schwer verlaufen.

Hygiene im Krankheitsfall besonders wichtig
Im gemeinsamen Haushalt helfen einfache Verhaltensregeln, sich und andere zu
schützen: So sollten Erkrankte Trinkgläser und Handtücher nicht gemeinsam
benutzen und generell auf besondere Hygiene im Haushalt achten. Bei
hochansteckenden Atemwegsinfektionen sollten Kontakte soweit wie möglich
eingeschränkt werden, indem man sich zu Hause erholt und - wenn möglich - auch
ein separates Zimmer zum Schlafen nutzt.


Bei Atemwegsinfektionen mit starken Beschwerden und Fieber ist es ratsam, eine
Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen, auch um die Symptome zu erleichtern. Da
Antibiotika nur bei bakteriellen Infektionen wirksam sind, helfen sie bei den
meistens durch Viren verursachten Erkältungskrankheiten nicht. Nur wenn
Anzeichen für eine bakterielle Infektion vorliegen, wie zum Beispiel hohes
Fieber, können Antibiotika hilfreich sein. Eine Impfung gegen banale Infekte,
die durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst werden können, gibt es nicht. Die
Grippeimpfung hingegen bietet Schutz vor schweren Verläufen einer
Influenza-Infektion. Sie wird für Risikogruppen wie Menschen mit chronischen
Grunderkrankungen, Menschen ab 60 Jahren sowie für Schwangere empfohlen.

Informationen der BZgA zum Thema


AplusA-online.de - Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung