16.08.2017

Unfallversichert in der Elternzeit

Die Elternzeit nach der Geburt eines Kindes gilt rechtlich als unbezahlte
Freistellung von der Arbeit. Beschäftigte, die in dieser Zeit trotzdem
ausnahmsweise für ihren Arbeitgeber tätig werden, stehen dabei unter dem Schutz
der gesetzlichen Unfallversicherung. Darauf weisen Berufsgenossenschaften und
Unfallkassen hin.

Der Schutz der Unfallversicherung greift allerdings nicht bei jedem Besuch in
der Firma. Versichert sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit
grundsätzlich dann, wenn sie etwas tun, das "mit dem Beschäftigungsverhältnis
in einem inneren Zusammenhang steht", sagt Anne Treppner von der
Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI): "Private
Besuche im Büro, um Kolleginnen und Kollegen den Nachwuchs vorzustellen, sind
deshalb nicht unfallversichert."

Welche Tätigkeiten sind versichert?
> Arbeiten im Auftrag bzw. auf Bitte des Arbeitgebers,
> Teilnahme an einer Schulung oder einem Lehrgang,
> Teilnahme an einer betrieblichen Gemeinschaftsveranstaltung wie Betriebsausflug
oder Weihnachtsfeier,
> alle Wege, die mit diesen Anlässen verbunden sind.

Nicht versichert in der Elternzeit ist hingegen die Teilnahme am Betriebssport.
Der soll einen Ausgleich für die Belastungen durch die Arbeit schaffen und die
Leistungsfähigkeit der Beschäftigten unterstützen. Dieser Beweggrund entfällt
jedoch für Beschäftigte in Elternzeit. Wenn sie Sport treiben, steht das
private Interesse im Vordergrund.

Wie lassen sich private und dienstliche Belange voneinander abgrenzen?
Hilfreich ist es auf jeden Fall, den beabsichtigten Einsatz für den Arbeitgeber
im Vorfeld zu dokumentieren, zum Beispiel durch eine E-Mail.

AplusA-online.de - Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)