19.06.2018

Unfallschutz für Ferienjobber

Die Sommerferien stehen vor der Tür und damit beginnt wieder
die Saison der Aushilfen und Ferienjobber. Gut zu wissen: Auch diese "Zeitarbeiter"
sind gesetzlich unfallversichert auf dem Weg zur Arbeit und während der Arbeit.

Der Versicherungsschutz gilt unabhängig davon, wie lange das Arbeitsverhältnis
besteht und wie viel im Ferienjob verdient wird. Welcher Unfallversicherungsträger
zuständig ist - Kommunale Unfallversicherung Bayern,Bayerische Landesunfallkasse
oder Fach-Berufsgenossenschaft - weiß die Personalabteilung des Unternehmens.
Für Arbeitgeber besonders praktisch: Der Versicherungsschutz besteht automatisch
ab dem ersten Tag der betrieblichen Tätigkeiten und auf allen erforderlichen Wegen
von und zur Firma. Und das ohne Anmeldung und zusätzliche Mitgliedsbeiträge.

Aushilfen und Ferienjobber sollten allerdings ausführlich eingewiesen werden
oder nur Aufgaben erledigen, die sie auch ohne qualifizierte Anleitung
bewältigen können. Denn gerade unerfahrenen Hilfskräften passieren häufig Unfälle.
Zu beachten ist auf jeden Fall das Jugendarbeitsschutzgesetz, das regelt, ab welchem
Alter Schüler wie lange arbeiten dürfen.

Bei versicherten Unfällen übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten
für Heilbehandlung, Rehabilitation und Pflege. Bei schweren Unfällen mit bleibenden
Schäden erhalten Versicherte eine entsprechende Rente.

Versicherungsschutz im Ausland klären

Anders ist es bei Ferienjobs und Praktika im Ausland: Hier sind Arbeitsunfälle
nicht über die deutsche Unfallversicherung abgedeckt. Das gilt selbst dann,
wenn man für die Auslandstochter eines deutschen Unternehmens tätig ist. Wer
zum Beispiel in den Ferien in Italien arbeiten will, sollte sich schon vor der
Abreise über die dortige Absicherung gegen Arbeitsunfälle informieren.

AplusA-online.de - Quelle: Kommunale Unfallversicherung Bayern