22.11.2017

Unfälle im Betrieb: Besser jeden kleinen Kratzer eintragen

Egal ob großer oder kleiner Kratzer, Missgeschick oder größere
Verletzung: Sie sollten ins Verbandbuch eingetragen werden. Nur so sind Beschäftigte
auf der sicheren Seite, falls später Fragen zum Versicherungsschutz auftauchen.

Kleine Verletzungen, etwa ein Schnitt mit dem Messer in den Finger, sind in
vielen Betrieben keine Seltenheit. Oft reicht ein Pflaster, und alles ist gut.
Aber manchmal wird aus dem kleinen Schnitt auch mehr, zum Beispiel durch eine
Infektion. Dann ist es gut, wenn bereits die kleine Schnittverletzung in das
Verbandbuch eingetragen wurde, denn häufig ist die Frage zu klären, ob es sich
bei der Entzündung um einen Arbeitsunfall handelt. Die Berufsgenossenschaft
Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse gibt deshalb in ihrer
Versichertenzeitschrift "impuls" den Tipp, auch kleine Verletzungen konsequent
in das Verbandbuch einzutragen. Der Eintrag beschreibt, was passiert ist und
wann es sich ereignet hat.

Darüber hinaus liefert das Verbandbuch auch Hinweise für die Vermeidung von
Arbeitsunfällen. Wenn beispielsweise bei einer bestimmten Tätigkeit immer
wieder Schnittverletzungen passieren, sollte geprüft werden, ob etwas dagegen
getan werden kann, zum Beispiel andere Messer eingesetzt werden können.

Verbandbuch

Ein Verbandbuch gibt idealerweise vor, was eingetragen werden muss, z. B.
Zeitpunkt, Ort, Unfallhergang und Art der Verletzung. Es muss im Übrigen kein
Buch, sondern darf auch eine Liste oder eine Datei sein. Wichtig ist nur: Der
Datenschutz ist einzuhalten, es darf somit nicht offen für jeden zugänglich
sein und muss fünf Jahre aufbewahrt werden.

Infos, welche Daten genau notiert werden müssen, sowie ein Verbandbuch-Beispiel


AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse - BG ETEM