28.11.2017

Umfrage unter jungen Berufstätigen: Jeder sechste hatte auf dem Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte schon einen Unfall

- 17 Prozent der jungen Menschen hatten schon einmal einen Wegeunfall.
- Mehr als ein Drittel der jungen Berufstätigen sind auf ihrem Weg zur
Arbeitsstelle oder Ausbildungsstätte unkonzentriert oder abgelenkt, zum
Beispiel durch das Smartphone.
- Junge Menschen wünschen sich mehr Informationen zum Thema "Wegeunfall".

Fast ein Drittel (31 Prozent) der 16- bis 25-Jährigen sind auf ihrem Weg zur
Arbeitsstelle oder Ausbildungsstätte schon einmal in eine gefährliche Situation
geraten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage für das
Präventionsprogramm "Jugend will sich-er-leben" (JWSL) im Auftrag der
Landesverbände der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Auch das Thema "Ablenkung" war Teil der Umfrage. So gaben über ein Drittel (37
Prozent) der jungen Menschen an, dass sie sich manchmal unkonzentriert fühlen,
mit den Gedanken woanders sind oder durch anderes, wie das Smartphone,
abgelenkt seien. Hier zeigt sich die derzeit steigende Relevanz des Themas
"Ablenkung".

Jeder sechste junge Berufstätige (17 Prozent) hatte schon einmal einen
Wegeunfall. Viele junge Menschen sind unsicher, ob ein Wegeunfall
meldepflichtig und welcher Arzt zuständig ist. Die Hälfte (50 Prozent) der
Befragten wissen nicht, dass sie sich bei einem von der Berufsgenossenschaft
oder Unfallkasse zugelassenen Durchgangsarzt behandeln lassen müssen. Laut der
Umfrage wünschen sich über zwei Drittel (69 Prozent) der 16- bis 25-Jährigen
mehr Informationen zum Thema "Wegeunfälle".

Das Präventionsprogramm "Jugend-will-sich-er-leben" für Berufsschüler und
Berufsschülerinnen widmet sich in diesem Jahr dem Thema "Gefährdungen erkennen,
Wegeunfälle verhindern".
42,4 Prozent der tödlichen Straßenverkehrsunfälle in der
Schüler-Unfallversicherung entfallen auf Berufsschülerinnen und Berufsschüler.
Sie gehören damit bei Wegeunfällen zu der Risikogruppe Nummer 1. Auszubildende
auf die Gefährdungen im Straßenverkehr aufmerksam zu machen sowie
Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie gefährliche Situationen vermieden
werden können, ist daher eine wichtige Aufgabe für das Präventionsjahr 2017/18.

JWSL bietet ein Medienpaket aus Unterrichtskonzept, Unterweisungskonzept, vier
"Youtube-Clips", fünf Animationsfilme, Wettbewerb und Preisausschreiben zum
Einsatz von Lehrkräften und Ausbildern an Berufsschulen und in Betrieben.
Es geht um die Themen:
- Ablenkung im Straßenverkehr
- Risikowahrnehmung
- Emotionen und Fahrverhalten
- Basiswissen Wegeunfall

Die Umfrage
Zwischen dem 16. August und dem 11. Oktober 2017 befragte das
Meinungsforschungsinstitut forsa insgesamt 1.006 Personen zwischen 16 und 25
Jahren.

AplusA-online.de - Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)