15.03.2018

Umfrage unter jungen Berufstätigen: Jeder sechste hatte auf dem Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte schon einen Unfall.

• 17 Prozent der jungen Menschen hatten schon einmal einen Wegeunfall.
• Mehr als ein Drittel der jungen Berufstätigen sind auf ihrem Weg zur
Arbeitsstelle oder Ausbildungsstätte unkonzentriert oder abgelenkt, zum
Beispiel durch das Smartphone.
• Junge Menschen wünschen sich mehr Informationen zum Thema "Wegeunfall".

Fast ein Drittel (31 Prozent) der 16- bis 25-Jährigen sind auf ihrem Weg zur
Arbeitsstelle oder Ausbildungsstätte schon einmal in eine gefährliche Situation
geraten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage für das Präventionsprogramm
"Jugend will sich-er-leben" (JWSL) im Auftrag der Landesverbände der Deutschen
Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Auch das Thema "Ablenkung" war Teil der Umfrage. So gaben über ein Drittel (37
Prozent) der jungen Menschen an, dass sie sich manchmal unkonzentriert fühlen,
mit den Gedanken woanders sind oder durch anderes, wie das Smartphone, abgelenkt seien.
Hier zeigt sich die derzeit steigende Relevanz des Themas "Ablenkung".

Jeder sechste junge Berufstätige (17 Prozent) hatte schon einmal einen Wegeunfall.
Viele junge Menschen sind unsicher, ob ein Wegeunfall meldepflichtig und welcher Arzt
zuständig ist. Die Hälfte (50 Prozent) der Befragten wissen nicht, dass sie sich
bei einem vonder Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse zugelassenen Durchgangsarzt
behandeln lassen müssen. Laut der Umfrage wünschen sich über zwei Drittel (69 Prozent)
der 16- bis 25-Jährigen mehr Informationen zum Thema "Wegeunfälle".

Das Präventionsprogramm "Jugend-will-sich-er-leben" für Berufsschüler und
Berufsschülerinnen widmet sich in diesem Jahr dem Thema "Gefährdungen erkennen,
Wegeunfälle verhindern". 42,4 Prozent dertödlichen Straßenverkehrsunfälle in
der Schüler-Unfallversicherung entfallen auf Berufsschülerinnen und Berufsschüler.
Sie gehören damit bei Wegeunfällen zu der Risikogruppe Nummer 1. Auszubildende auf
die Gefährdungen im Straßenverkehr aufmerksam zu machen sowie Handlungsmöglichkeiten
aufzuzeigen, wie gefährliche Situationen vermieden werden können, ist daher eine
wichtige Aufgabe für das Präventionsjahr 2017/18. JWSL bietet ein Medienpaket aus
Unterrichtskonzept, Unterweisungskonzept, vier "Youtube-Clips", fünf Animationsfilme,
Wettbewerb und Preisausschreiben zum Einsatz von Lehrkräften und Ausbildern an
Berufsschulen und in Betrieben.

Es geht um die Themen:
• Ablenkung im Straßenverkehr
• Risikowahrnehmung
• Emotionen und Fahrverhalten
• Basiswissen Wegeunfall

Die Umfrage
Zwischen dem 16. August und dem 11. Oktober 2017 befragte das Meinungsforschungsinstitut
forsa insgesamt 1.006 Personen zwischen 16 und 25 Jahren.

Zur Website "Jugend will sich-er-leben"


AplusA-online.de - Quelle: Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)