13.09.2018

Umfrage unter jungen Berufstätigen

Jeder sechste hatte auf dem Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte
schon einen Unfall


Die Aktion "Jugend will sich-er-leben" beschäftigt sich u. a. auch mit der
Vermeidung von Wegeunfällen.
• 17 Prozent der jungen Menschen hatten schon einmal einen Wegeunfall.
• Mehr als ein Drittel der jungen Berufstätigen sind auf ihrem Weg zur
Arbeitsstelle oder Ausbildungsstätte unkonzentriert oder abgelenkt, zum
Beispiel durch das Smartphone.
• Junge Menschen wünschen sich mehr Informationen zum Thema "Wegeunfall".

Fast ein Drittel (31 Prozent) der 16- bis 25-Jährigen sind auf ihrem Weg zur
Arbeitsstelle oder Ausbildungsstätte schon einmal in eine gefährliche Situation
geraten. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage für das Präventions-
programm "Jugend will sich-er-leben" (JWSL) im Auftrag der Landesverbände der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Auch das Thema "Ablenkung" war Teil der Umfrage. So gaben über ein Drittel (37
Prozent) der jungen Menschen an, dass sie sich manchmal unkonzentriert fühlen,
mit den Gedanken woanders sind oder durch anderes, wie das Smartphone, abgelenkt
seien. Hier zeigt sich die derzeit steigende Relevanz des Themas "Ablenkung".

Jeder sechste junge Berufstätige (17 Prozent) hatte schon einmal einen Wegeunfall.
Viele junge Menschen sind unsicher, ob ein Wegeunfall meldepflichtig und welcher
Arzt zuständig ist. Die Hälfte (50 Prozent) der Befragten wissen nicht, dass sie
sich bei einem vonder Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse zugelassenen Durchgangs-
arzt behandeln lassen müssen. Laut der Umfrage wünschen sich über zwei Drittel
(69 Prozent) der 16- bis 25-Jährigen mehr Informationen zum Thema "Wegeunfälle".

Das Präventionsprogramm "Jugend-will-sich-er-leben" für Berufsschüler und Berufs-
schülerinnen widmet sich u.a. dem Thema "Gefährdungen erkennen, Wegeunfälle
verhindern". 42,4 Prozent dertödlichen Straßenverkehrsunfälle in der Schüler-
Unfallversicherung entfallen auf Berufsschülerinnen und Berufsschüler. Sie gehören
damit bei Wegeunfällen zu der Risikogruppe Nummer 1. Auszubildende auf die
Gefährdungen im Straßenverkehr aufmerksam zu machen sowie Handlungsmöglichkeiten
aufzuzeigen, wie gefährliche Situationen vermieden werden können, ist daher eine
wichtige Aufgabe.

JWSL bietet ein Medienpaket aus Unterrichtskonzept, Unterweisungskonzept, vier
"Youtube-Clips", fünf Animationsfilme, Wettbewerb und Preisausschreiben zum
Einsatz von Lehrkräften und Ausbildern an Berufsschulen und in Betrieben.

Zur Website "Jugend will sich-er-leben"


AplusA-online.de - Quelle: Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)