24.01.2019

So kommt die Haut gesund durch den Winter

Sie spannt, sie juckt und sie schuppt: Wenn draußen die Temperaturen
sinken und drinnen die Heizungen auf Hochtouren laufen, leiden viele Menschen unter
trockener Haut. Eine gute Hautpflege ist dann besonders wichtig.

Doch warum ist die Haut im Winter so empfindlich? "Bei Kälte verändert sich der
Hautstoffwechsel", erklärt Dr. Peter Schiefen, Arbeitsmediziner bei der BGHW.
Um den Wärmehaushalt zu regulieren, verengen sich die Blutgefäße. Dadurch wird
die Haut mit weniger Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Talgdrüsen
schränken ihre Arbeit ein und produzieren weniger Fett. "Bei einer Temperatur
unterhalb von acht Grad kommt die Talgproduktion sogar völlig zum Erliegen",
sagt Dr. Schiefen. Das schade dem natürlichen Säureschutzmantel der Haut, der
sie vor dem Eindringen von Krankheitserregern und Feuchtigkeitsverlust schützt.
Er wird dünner. Deshalb ist die Haut anfälliger für Reizungen, aber auch Wind
und Heizungsluft, die ihr Feuchtigkeit entziehen.

Mit der richtigen Pflege lässt sich trockene Haut vorbeugen. Diese Tipps helfen
dabei:
• Duschen Sie im Winter nur kurz und lauwarm, denn heißes Wasser entfettet die
Haut. Für die schonende Reinigung sind pH-hautneutrale Waschlotionen (PH-Wert
5,5) mit rückfettenden Anteilen zu empfehlen. Auch beim Baden gilt: Weniger ist
mehr. Nehmen Sie höchstens zwei Mal die Woche ein Vollbad. Nutzen Sie
pH-hautneutrale und rückfettende Badezusätze.
• Verzichten Sie bei der Gesichtspflege im Winter auf alkoholhaltige
Gesichtswässer, Peelings und Gesichtsbürsten, denn sie stressen die Haut
zusätzlich.
• Tupfen Sie Ihre Haut nach der Reinigung trocken - nicht rubbeln.
• Cremen Sie Ihre Haut regelmäßig ein. Besonders geeignet sind lipidreiche und
harnstoffhaltige (Urea) Cremes. Sie helfen, den Schutzfilm der Haut zu
erneuern. Ein großes Augenmerk sollte auf den Händen liegen, denn sie werden
durch häufiges Waschen besonders strapaziert. Auch die Lippen verlangen im
Winter nach Pflege, denn sie verfügen über keine eigenen Talgdrüsen.
• Achten Sie auch im Winter auf Sonnenschutz, denn die UV-Strahlung ist in
dieser Jahreszeit nicht zu unterschätzen. Gerade wenn Schnee liegt und die
Sonne scheint, kann sie zu unangenehmen Sonnenbränden führen. Abhilfe schaffen
UV-Schutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30.

Sie können Ihre Haut auch von Innen stärken: Da sie im Winter viel Feuchtigkeit
verliert, ist es wichtig, den Wasserspeicher wieder aufzufüllen. "Ich empfehle,
etwa 1,5 bis 2 Liter am Tag zu trinken. Am besten sind Wasser, ungesüßte
Kräuter- und Früchtetees oder Saftschorlen", sagt Dr. Schiefen. Auch frisches
Obst und Gemüse versorgen den Körper mit Flüssigkeit. Sie liefern zudem
wichtige Vitamine und Spurenelemente.

AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW)