22.12.2011

Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2010

Die Bundesregierung hat am 20.12.2011 den von der Bundesministerin für Arbeit
und Soziales, Ursula von der Leyen, vorgelegten "Bericht über Sicherheit und
Gesundheit bei der Arbeit" für das Jahr 2010 beschlossen.

Danach ist die Zahl der meldepflichtigen und tödlichen Arbeitsunfälle sowie der
meldepflichtigen Wegunfälle im Vergleich zum Jahr 2009 gestiegen. Allerdings
muss dabei berücksichtigt werden, dass 2010 die Zahl der Erwerbstätigen
aufgrund des höheren Wirtschaftswachstums deutlich gestiegen war. Höhere
Unfallzahlen sind somit vor allem auf eine höhere Arbeitsdichte und das damit
verbundene höhere Arbeitstempo zurückzuführen. Klammert man das Jahr 2009 mit
erheblich geringerer Beschäftigung und damit auch mit geringeren Unfallrisiken
aus und vergleicht die aus wirtschaftlicher Sicht "normalen" Jahre 2008 und
2010 miteinander, ergibt sich ein Rückgang der Unfallzahlen.

Die Zahl derer, bei denen der Verdacht auf eine Berufskrankheit vorlag, ist
ebenfalls gestiegen. Die häufigsten angezeigten Berufskrankheiten im Jahr 2010
sind wie in den Vorjahren Hauterkrankungen, Lärmschwerhörigkeit und
bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule. Die Anerkennung von
Berufskrankheitsfällen ist rückläufig. Todesfälle infolge von Berufskrankheiten
gehen sogar signifikant zurück.

Weitere Informationen


AplusA-online.de - Quelle: Bundesministerin für Arbeit und Soziales (BMAS)