07/02/2019

Sicherheit im Umgang mit 3-D-Druckern - Praktische und rechtliche Grundlagen

Immer häufiger kommen im privaten wie im gewerblichen Bereich 3-D-Drucker
zum Einsatz. Für deren Verwender erschließen sich immer weitere Anwendungsfelder
und Geschäftsmodelle. Dies stellt sowohl die Nutzer als auch staatliche Stellen
wie zum Beispiel die Marktüberwachungsbehörden regelmäßig vor neue Herausforderungen.
Mit dem Bericht "3-D-Druck: Praxisgrundlagen zu Produktsicherheit und Rechtsrahmen"
legt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nun eine Übersicht
über aktuelle additive Fertigungsverfahren vor und fasst die notwendigen rechtlichen
Anforderungen im Zusammenhang mit der Anwendung von 3-D-Druckern zusammen.

Als 3-D-Druck wird der Prozess bezeichnet, aus einem dreidimensionalen digitalen
Modell ein physisches Objekt herzustellen. Der Einsatz dieser additiven Fertigungs-
verfahren kann sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich zu neuen Szenarien
führen, die in rechtlicher und produktsicherheitsrelevanter Hinsicht einer neuen
Betrachtung bedürfen. Anhand verschiedener praxisbezogener Szenarien und Frage-
stellungen verdeutlicht der BAuA-Forschungsbericht, welche rechtlichen Anforderungen
die Nutzer und potenziellen Hersteller zu beachten haben. Ebenso zeigt er neuartige
Geschäftsmodelle auf, die zu Handlungsfeldern für die Marktüberwachung werden können.

Dazu werden die derzeit aktuellen additiven Fertigungsverfahren vorgestellt,
kategorisiert und näher erläutert. Die wichtigsten Informationen finden sich in
Steckbriefen übersichtlich auf jeweils einer Seite zusammengefasst. Dabei geht
der Bericht auch auf mögliche Gefährdungen am Arbeitsplatz durch den 3-D-Druck
ein. Auch die rechtlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Anwendung von
3-D-Druckern werden thematisiert. Zudem wird dargelegt, inwiefern etwa die
Verwender von 3-D-Druckern zu Herstellern im Sinne des Produktsicherheitsgesetzes
werden können.

"3-D-Druck: Praxisgrundlagen zu Produktsicherheit und Rechtsrahmen"; Prof.
Dr.-Ing. Martin Schmauder, Dr.-Ing. Katrin Höhn, Dipl.-Ing. Inga-Lisa Hilgers,
RA Burkhard Meyer, RA Stephan Schreiber; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt
für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2018; doi:10.21934/baua:bericht20181106;
137 Seiten.

Den Bericht gibt es im Internetangebot der BAuA


AplusA-online.de - Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)