12/04/2019

Rehabilitation von Querschnittgelähmten: Exoskelett für neues Lebensgefühl

Seit einem Unfall auf dem Arbeitsweg saß Thorsten Röhrmann als
Querschnittgelähmter im Rollstuhl, bis das Unmögliche wahr wurde: Endlich
wieder stehen und gehen können. Doch der Weg zum eigenen Exoskelett ist sehr
aufwendig. Sowohl medizinische als auch mentale Voraussetzungen müssen beim
Patienten gegeben sein.

"Nach 21 Jahren zum ersten Mal wieder zu stehen und den Körper zu spüren, das
war ein einmaliges Erlebnis. Das kann man gar nicht in Worte fassen, weil man
so überwältigt ist in dem Moment. Ich war einfach happy und wollte gar nicht
mehr raus aus dem Gerät", so Thorsten Röhrmann nach seinem ersten Probetraining
in einer Physiotherapiepraxis.

Seit dem Unfall wird Röhrmann von der Berufsgenossenschaft Energie Textil
Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) betreut. Die BG ETEM kümmert sich um die
gesamte Heilbehandlung und zahlt eine Rente. "Das Exoskelett dient dem
Ausgleich von Einschränkungen, die durch den Unfall entstanden sind", erläutert
Mathias Wolf, der sich bei der BG ETEM um Thorsten Röhrmann kümmert.

Nicht jeder ist geeignet

Zunächst musste aber geklärt werden, ob Thorsten Röhrmann überhaupt für ein
Exoskelett geeignet ist. Entscheidend sind dafür unter anderem die Ausprägung
der Rumpfmuskulatur, die Armkraft und Funktionalität der Arme sowie die
Trainingsbereitschaft. Für Röhrmann befürworteten die Ärzte den Einsatz eines
Exoskeletts.

Als nächster Schritt folgte eine dreimonatige Trainingseinheit. In dieser Phase
zeigt sich auch, ob jemand die psychische Stabilität aufbringt, das harte
Training für die Nutzung des Systems durchzuziehen. Thorsten Röhrmann hat
durchgehalten und hält bis heute durch: Jede Woche trainiert Thorsten Röhrmann
viermal für insgesamt sieben Stunden.

Spannende Geschichte

Der komplette Artikel "Mit Exoskelett ist er der Größte" ist nachzulesen in
etem - Magazin für Prävention, Rehabilitation und Entschädigung, 1.2019 der
Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) unter
http://etem.bgetem.de/1.2019.

Zum Artikel im etem - Magazin für Prävention, Rehabilitation und Entschädigung, 1.2019


AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM)