11.09.2018

Reden ist Gold - Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit brauchen Kommunikation

Präventionskampagne kommmitmensch gibt Tipps zur Kommunikation
im Betrieb

Im Betrieb hängt eine Steckdose lose aus der Wand und alle gehen daran vorbei.
Der Kollege S. wird immer stiller und keiner fragt, warum. Die Chefin will
endlich etwas ändern und stellt ihre Belegschaft vor vollendete Tatsachen. Drei
Beispiele für eine versäumte oder missglückte Kommunikation. Aber wie könnte
das Gespräch miteinander besser gelingen? Im Rahmen ihrer Präventionskampagne
kommmitmensch geben Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Tipps, wie Betriebe
durch gute Kommunikation Sicherheit und Gesundheit voranbringen können.
Ärger, unnötige Belastungen und Probleme in der Zusammenarbeit haben ihre
Ursache oft in einem unbedachten Satz, einer fehlenden Rückfrage oder einem
unklaren Austausch. "Eine angespannte Atmosphäre oder Schweigen demotivieren
und führen zu schlechter Stimmung. Das sind keine guten Voraussetzungen für
eine produktive Arbeitsatmosphäre," sagt Gregor Doepke, Kommunikationschef der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und Leiter der Kampagne kommmitmensch:
"Aber es geht auch anders. Wer im Unternehmen ein gutes Kommunikationsklima schaffen
möchte, erhält in der neuen Broschüre der Kampagne kommmitmensch nützliche Tipps."

Was gute Kommunikation braucht:
• Transparenz: Die Betriebsleitung sollte regelmäßig über Entwicklungen im
Unternehmen und Fragen zu Sicherheit und Gesundheit informieren.
• Verlässlichkeit: Nicht nur in Krisensituationen, sondern auch in der
alltäglichen Kommunikation sind abgestimmte und bekannte Kommunikationswege
notwendig.
• Räume schaffen: Auch der informelle Austausch der Beschäftigten ist wichtig.
Dafür brauchen sie Räume und Ansprechpartner.
• Augenhöhe: Führungskräfte sollten ein offenes Ohr haben für ihre
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gleichzeitig ihre Erwartungen klar
formulieren und aktiv Rückmeldungen einfordern.
• Aufmerksamkeit: Sicherheit und Gesundheit im Betrieb kann nur gelingen, wenn
die Beschäftigten aufmerksam sind und ihre Ideen einbringen.
• Wertschätzung: Die Grundlagen eines höflichen Umgangs helfen auch im Betrieb:
den Anderen ausreden lassen, aufmerksam zuhören und nachfragen.

Mehr Informationen zum Thema und eine Checkliste für den Selbsttest im
Unternehmen finden Sie in der Broschüre "Handlungsfeld Kommunikation - Durch
eine gute Kommunikation Sicherheit und Gesundheit voranbringen".

Broschüren und Praxishilfen für alle Handlungsfelder


AplusA-online.de - Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung - DGUV