13/12/2011

REACH: Erster Erfolg gegen hormonähnlichen Stoff

Mit Octylphenol wird erstmals eine Chemikalie wegen ihrer hormonellen Wirkung
in die europäische Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe
aufgenommen. Das Umweltbundesamt (UBA) hatte den Vorschlag für Deutschland
ausgearbeitet, der zuständige Ausschuss der Mitgliedsstaaten bei der
Europäischen Chemikalienagentur hat ihn einstimmig bestätigt. Octylphenol wird
bei der Herstellung von Farben, Klebstoffen und Reifen eingesetzt.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass Octylphenol das Hormonsystem von
Fischen beeinträchtigt. Schon in niedrigen Konzentrationen schädigt der Stoff
deren Entwicklung und Fortpflanzung. Verwendet wird die Chemikalie - chemisch
korrekt als 4-tert-Octylphenol bezeichnet - bei der Herstellung von Farben,
Klebstoffen oder Reifen. Octylphenol trägt damit ab sofort den Status
"besonders besorgniserregend" - wie es die EU-REACH-Verordnung für Stoffe
vorsieht, die ersetzt werden sollen. Damit folgten die EU-Staaten einstimmig
einem Vorschlag des UBA.

Weitere Informationen in einer Pressemeldung.


AplusA-online.de - Quelle: Umweltbundesamt (UBA)