07.08.2017

PegA: Schritt für Schritt zur gesunden Arbeit

"Psychische Belastung erfassen - gesunde Arbeit gestalten", kurz "PegA": So
heißt das neue Programm der BGHW, mit dem sich die psychische Belastung von
Beschäftigten im Einzelhandel erfassen und beurteilen lässt. PegA bietet
Unternehmen verschiedene Instrumente, Auswertungs- und Praxishilfen, die sie
für den Teil der psychischen Belastung in der Gefährdungsbeurteilung einsetzen
können. Je nach Bedarf lassen sich so individuelle Lösungen finden. Entwickelt
wurde PegA von der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW), der
Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) sowie weiteren Partner aus
Wissenschaft und Einzelhandel.

In PegA werden Arbeitsanforderungen unter die Lupe genommen, die sich auf die
Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten auswirken. Dazu gehören der
Arbeitsinhalt und die Arbeitsaufgabe, die Arbeitsorganisation, soziale
Beziehungen sowie die Arbeitsumgebung. "Nicht analysiert wird dagegen die
psychische Verfassung einzelner Beschäftigter. Diese ist niemals Teil einer
Gefährdungsbeurteilung", sagt Kathrin Schwarzmann, Referatsleiterin Arbeits-
und Organisationspsychologie bei der BGHW. "Mit psychischer Belastung sind
vielmehr alle Einflüsse gemeint, die von außen auf den Menschen einwirken."
Mithilfe der PegA-Checklisten, -Leitfäden, -Postern und -Praxishilfen können
diese äußeren Einflüsse analysiert, beurteilt und dokumentiert werden.

Gefährdungsbeurteilung: Instrument für einen gesunden Betrieb

Die Gefährdungsbeurteilung ist in deutschen Betrieben Pflicht. Das
Arbeitsschutzgesetz fordert dabei explizit auch die Einbeziehung der
psychischen Belastung. "Allerdings ist nicht vorgeschrieben, wie diese
Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden soll", weiß Schwarzmann. "Viele
Betriebe haben sich in der Vergangenheit daher schwer getan, passende
Instrumente zu finden." Mit PegA gibt die BGHW den Betrieben des Einzelhandels
nun ein geeignetes Programm an die Hand, mit dem sie den Teilbereich der
psychischen Belastung in der Gefährdungsbeurteilung wirkungsvoll umsetzen
können. Im Mittelpunkt steht ein bewährtes System aus sieben wiederkehrenden
Handlungsschritten, von der Planung, über die Analyse, bis zu den Maßnahmen.

Die Materialien sind praxisnah auf die Bedürfnisse des Einzelhandels abgestimmt
und helfen, in der Gefährdungsbeurteilung den Teilaspekt der psychischen
Belastung strukturiert und erfolgreich durchzuführen. PegA wurde in enger
Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel entwickelt und erprobt.

PegA kostenfrei herunterladen

PegA richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, Personalverantwortliche,
Fachkräfte für Arbeitssicherheit sowie Betriebsräte. Auf die allgemeine
Informationsbroschüre "PegA-Start" bauen weitere Medien auf, die je nach den
Rahmenbedingungen des Betriebs eingesetzt werden können. Alle PegA-Module
lassen sich miteinander kombinieren und berücksichtigen unternehmensspezifische
Besonderheiten. Sie können im Internet kostenfrei heruntergeladen werden.
Mitgliedsunternehmen können die Broschüren auch über den Medienshop der BGHW
kostenfrei bestellen.

Weitere Infomationen


AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW)