11.08.2016

Neue Luftüberwachung von KEMPER: AirWatch erfasst selbst Nanopartikel

Feinstaub in der Produktion einwandfrei nachweisen: Mit dem neuen
Luftüberwachungssystem AirWatch kontrollieren Unternehmen effektiv die Qualität
ihrer Hallenluft. Die Sensortechnik der KEMPER GmbH ist in der Lage, die Anzahl
und das Gewicht von Nanopartikeln zu ermitteln, zu dokumentieren, auf
Smartphone, Tablet oder PC auszuwerten und mit Grenzwerten abzugleichen. Eine
Ampelanzeige visualisiert permanent die Beschaffenheit der Luftqualität. Das
System eignet sich für jegliche Arbeitsplätze in Produktionsstätten sowie
Lager- und Logistikhallen. KEMPER will mit AirWatch das Bewusstsein für die
Gefahren hinter Feinstaub schärfen.

"Mit unserer neuen Luftüberwachung AirWatch bringen wir erstmals ein System auf
den Markt, das in der Lage ist, auch die Anzahl von Feinstaubpartikeln effektiv
zu messen", betont Björn Kemper, Geschäftsführer der KEMPER GmbH.
Ausschlaggebend dafür ist die hochsensible Sensortechnik, die Partikel bis in
den Nanobereich hinein erfasst.

Kontrolle unabhängig vom Arbeitsplatz

Egal ob industrielle Fertigungsstätte, Lagerhalle oder Logistikbetrieb:
AirWatch überwacht kontinuierlich die Luftqualität unabhängig von der Art der
Arbeitsplätze. Das Luftüberwachungssystem misst die Feinstaubpartikel in einem
Radius von bis zu 30 Metern mittels eines laserbetriebenen Sensors. Ein
integrierter Ventilator saugt dabei die Umgebungsluft an.

In der Software lassen sich Grenzwerte für Gefahrstoffe individuell
hinterlegen. Eine Ampel zeigt an, welchen Qualitätszustand die Luft gemessen an
diesen Werten gerade aufweist. Parallel speichert das System die Daten über
einen langen Zeitraum. Nutzer greifen auf die Daten einfach über Smartphone,
Tablet oder PC zu. In einer Trendanzeige für Tag, Woche, Monat oder Jahr können
Betriebe die Gefahrstoffkonzentrationen gezielt analysieren.

Feinstaub nach WHO-Standards ausgewiesen

AirWatch erfasst Partikel im Bereich von 100 Nanometern bis 16 Mikrometern. In
diesen Bereich fallen die von der WHO definierten Feinstaubkategorien PM2.5 für
alveolengängige Stäube (A-Staub) und PM10 für alle einatembare Stäube
(E-Staub). AirWatch stuft die erfassten Partikel automatisch danach ein.

Neben der Kontrolle der Luftqualität überwacht AirWatch auch die Wirksamkeit
lüftungstechnischer Maßnahmen. Betriebe können die Einhaltung
berufsgenossenschaftlicher Vorschriften abseits von BG-Kontrollen eigenständig
prüfen.

Wert der Mitarbeitergesundheit unterstreichen

KEMPER verfolgt mit dem System das Ziel, das Bewusstsein für das
Feinstaubrisiko zu schärfen. "Unternehmen tun im Sinne der
Mitarbeiterproduktivität gut daran, die Luftqualität permanent im Blick zu
haben." Aber auch in Lagerhallen sei Feinstaub eine Gefahr für die Qualität der
Produkte und kann sich zu einem enormen Kostenfaktor entwickeln.

Ein Best-Pratice-Beispiel zeigt, wie es geht: Als die Airwatch-Ampel im Einsatz
bei einem Metallverarbeiter auf Rot springt, halten die Mitarbeiter einen
Schweißer selbst dazu an, die Absaug- und Filteranlage einzuschalten. "Nicht
nur Mitarbeiter haben ihre Gesundheit dank AirWatch stärker im Blick",
schildert Kemper. Auch Arbeitgeber signalisieren dadurch, dass ihnen die
Gesundheit ihrer Angestellten wichtig ist. "Im Rahmen eines erfolgreichen
Fachkräfterecruitings stellen sie sich nachhaltig auf."

Gefahr trotz Grenzwerteinhaltung belegen

Entgegen geltender Grenzwerte, die das Gewicht des Feinstaubes bewerten, hat
das Zählen der Feinstaubpartikel einen großen Vorteil: Bewegen sich grobe
Staubpartikel in der Produktion, ist ein Grenzwert schnell übertroffen.

Der unsichtbare Feinstaub dagegen bleibe oft unter dem Radar, erklärt Kemper -
mit fatalen Folgen: "Millionen von Feinstaubpartikeln, die nicht das Gewicht
des vorgegebenen Grenzwertes erreichen, machen die Mitarbeiter krank."

Selbst wenn der Grenzwert eingehalten wird, kann eine permanente
Feinstaubbelastung zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Aktuelle Studien belegen, dass Feinstaub für ein erhöhtes Herzinfarktrisiko
ursächlich ist, Demenz fördert, Krebs hervorruft oder sogar zum Tod führen
kann. Die WHO stuft Feinstaub als direkten Verursacher von Lungenkrebs ein.


AplusA-online.de - Quelle: KEMPER GmbH