18.04.2018

Nach Arbeitsunfall zum Durchgangsarzt

Wer nach einem Arbeitsunfall arbeitsunfähig ist, muss einen sogenannten
Durchgangsarzt (D-Arzt) aufsuchen.

Die wenigsten wissen es: Über 52 Millionen Menschen stehen bei Arbeits- und
Wegeunfällen unter dem Versicherungsschutz der Berufsgenossenschaften. Die
effektive Versorgung Unfallverletzter durch die gesetzliche Unfallversicherung
basiert auf der engen Begleitung der Betroffenen und der intensiven Kontrolle
des Heilverfahrens. So kennt die zuständige Berufsgenossenschaft immer den
aktuellen Behandlungsstand und kann, wenn notwendig, eingreifen.

D-Ärzte sind besonders qualifiziert
Ein wichtiger Teil des berufsgenossenschaftlichen Versorgungssystems ist das
Durchgangsarzt-Verfahren ("D-Arzt-Verfahren"). Hierbei stellen bundesweit rund
3.500 unfallmedizinisch eigens qualifizierte Chirurgen und Orthopäden in
medizinisch- technisch besonders ausgestatteten Einrichtungen nach einem Unfall
die bestmögliche medizinische Erstversorgung sicher. D-Ärzte legen so bereits
zu Beginn die beste Grundlage für den weiteren Verlauf eines Heilverfahrens.

Das Verfahren stellt die bestmögliche Rehabilitation sicher ohne
wirtschaftliche Aspekte außer Acht zu lassen. Ein D-Arzt muss aufgesucht
werden, wenn man nach einem Arbeits- oder Wegeunfall

• arbeitsunfähig ist,

• voraussichtlich mehr als eine Woche medizinisch behandelt werden muss,

• Heil- und Hilfsmittel verordnet bekommt

• oder wenn man an den Unfallfolgen wiedererkrankt.

Steuerung des Heilverfahrens
Bestellt und qualitätsgeprüft sind sie durch die Landesverbände der gewerblichen
Berufsgenossenschaften. Der D-Arzt entscheidet nach einem Arbeitsunfall über die
weitere Behandlung und ob weitere Fachärzte hinzugezogen werden. Er steuert das
Heilverfahren und informiert die jeweilige Berufsgenossenschaft über die eingeleitete
Behandlung wie auch regelmäßig über den Stand des Heilungsprozesses. So ist im Sinne
des Verletzten die stete Kontrolle des Heilungsfortschrittes gewährt.

In jedem Unternehmen sollte die Adresse des nächsten D-Arztes bekannt sein, am
besten ausgehängt neben den Informationen zur Ersten Hilfe.

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AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)