05.07.2011

Migration und Behinderung - mehr Partizipationschancen im Beruf

An der Universität Hamburg entsteht Hamburgs erste Netzwerk- und
Forschungsstelle zur beruflichen Partizipation von behinderten und chronisch
erkrankten Menschen mit Migrationshintergrund. Der Europäische Sozialfonds und
die Freie und Hansestadt Hamburg fördern das praxisorientierte
wissenschaftliche Vorhaben ab dem 1. Juli 2011 mit 250.000 Euro über zwei
Jahre.

Ziel des Projekts ist, die Diskriminierung von mehrfach ausgegrenzten Menschen
im Arbeitsleben zu bekämpfen. Am Anfang stehen Forschungsarbeiten und der
Aufbau eines lokalen, nationalen und internationalen Netzwerks im Vordergrund.
Zunächst werden Daten über Art und Umfang von Hürden in der Arbeits- und
Lebenswelt wissenschaftlich erfasst und ausgewertet. In Befragungen untersuchen
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen u. a. die Effekte anonymer
Bewerbungsverfahren und die Partizipationsmöglichkeiten der Betroffenen auf dem
freien Arbeitsmarkt. Der Dialog mit Betrieben soll zeigen, welche Unterstützung
diese zur Beschäftigung von bislang ausgegrenzten Menschen benötigen.

Für den Aufbau eines Forschungsnetzwerks mit lokalen, nationalen und
internationalen Kooperationspartnern sind u. a. soziologische Forschungsstellen
der Disability-, Migrations-, Gender- und Queer- Forschung sowie Unternehmen,
Hamburger Behörden und Fachstellen im Blick. Das Netzwerk soll zudem eine
Schnittstelle zwischen Unternehmen und Forschungsinstitutionen bilden.

Weitere Informationen in einer Pressemeldung vom Juni 2011.


AplusA-online.de - Quelle: Universität Hamburg