06.12.2017

Lohnnachweis digital: Jetzt noch Stammdaten abgleichen

Für das Beitragsjahr 2017 müssen Unternehmen die zur Berechnung der Beiträge
erforderlichen Daten sowohl digital als auch auf herkömmlichem Weg per Papier
oder Extranet melden. Noch bis zum gesetzlichen Meldetermin am 16. Februar 2018
haben sie dazu Zeit.

"Das parallele Verfahren für 2017 ist noch notwendig, um die Qualität der
Meldedaten zu sichern", erklärt Johannes Tichi, Vorsitzender der
Geschäftsführung der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro
Medienerzeugnisse. "Ohne Lohnnachweisdaten müssten wir die Beitragsgrundlage
schätzen", so Tichi, "und das könnte unter Umständen zu überhöhten Forderungen
führen."

Lohnnachweis digital mit Entgeltabrechnungsprogramm
Vor der Meldung des digitalen Lohnnachweises sind einmal jährlich die
Stammdaten des Unternehmens zu aktualisieren. Für den Stammdatenabruf werden
Zugangsdaten des zuständigen Unfallversicherungsträgers (UVT) benötigt. Das
sind die Betriebsnummer des zuständigen UVT, die Mitgliedsnummer des
Unternehmens und die PIN. Unternehmen, die keine Zugangsdaten vorliegen haben,
können diese direkt bei ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse
erfragen. Bei Verwendung eines systemgeprüften Entgeltabrechnungsprogramms
erfolgt der Stammdatenabgleich in der Regel mittels der im Unternehmen
eingesetzten Software.

Lohnnachweis digital ohne Entgeltabrechnungsprogramm
Wird kein systemgeprüftes Entgeltabrechnungsprogramm genutzt, ist der digitale
Lohnnachweis über die systemgeprüfte Ausfüllhilfe sv.net in den Varianten
sv.net/standard oder sv.net/comfort abzugeben. Der Abruf der Stammdaten des
Unternehmens erfolgt hier automatisch unmittelbar vor Abgabe des
Lohnnachweises. Eine eigenständige Abfrage ist nicht notwendig.

Weiterführende Informationen zum Lohnnachweis digital und zum Meldeverfahren
gibts es bei der DGUV und direkt bei den zuständigen Berufsgenossenschaften und
Unfallkassen.

Weiterführende Informationen zum Lohnnachweis digital und zum Meldeverfahren


AplusA-online.de - Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)