12.12.2018

Lärmstopp leichtgemacht - Web-App des IFA informiert über lärmmindernde Produkte

Lärm am Arbeitsplatz stellt in zahlreichen Branchen immer noch ein
großes Problem für die Gesundheit der Beschäftigten dar. In vielen Fällen helfen
lärmmindernde Materialien und Geräte, die Geräuschbelastung unter die gehör-
schädigende Grenze zu senken. Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen
Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) hat deshalb in einer Web-Anwendung Bezugs-
quellen für geräuscharme Werkzeuge, Materialien, Bauelemente und Einrichtungen
zur Lärmminderung umfassend zusammengestellt. Die Web-App steht allen Interessierten
kostenlos zur Verfügung.

In Deutschland sind etwa vier bis fünf Millionen Beschäftigte gehörschädigendem
Lärm bei der Arbeit ausgesetzt. Das bleibt nicht ohne Folgen: Immer noch werden
jährlich weit über 6500 neue Fälle von Lärmschwerhörigkeit als Berufskrankheit
anerkannt. Lärm bleibt damit in vielen Branchen - vom Baugewerbe bis zur
Nahrungsmittelindustrie - ein wichtiges Thema im Arbeitsschutz.

"Stellt der Betrieb bei der gesetzlich geforderten Gefährdungsbeurteilung eine
gesundheitskritische Lärmbelastung am Arbeitsplatz fest, sind Maßnahmen gefordert,
die Abhilfe schaffen", sagt Dr. Florian Schelle, Leiter des Referates Lärm im
IFA. Technische Schutzmaßnahmen stehen dabei ganz oben auf der Liste. Dazu
gehören lärmgeminderte Werkzeuge und Geräte, aber auch Absorptionsmaterial oder
Bauelemente wie schalldämmende Türen und Schallschutzkabinen.

Schelle: "Das Produktangebot ist erheblich. Allerdings wissen viele Betriebe
nicht, was es gibt oder wo sie es bekommen. Wir haben deshalb eine einfache
Web-App konzipiert, die mit wenigen Mausklicks bis zur Adresse und Website
einzelner Hersteller führt."

Das Verzeichnis stellt keine Wertung der gelisteten Angebote dar und erhebt
keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Firmen, die entsprechende Produkte
herstellen oder liefern, können sich jederzeit kostenlos aufnehmen lassen.

Zur Web-App


AplusA-online.de - Quelle: Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung - IFA