28/02/2019

Kritik der DGUV an Pressemitteilung des ZDF zur Ankündigung der Sendung ZDF Zoom

Zur Ende Januar vom ZDF verbreiteten Pressemitteilung zur Sendung ZDF Zoom
erklärt der Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, die
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV):

Pressemitteilungen müssen Sachverhalte knapp darstellen. Dies sollte jedoch
nicht auf Kosten der sachlichen Richtigkeit geschehen. Die Pressemitteilung des
ZDF zur Ankündigung der Sendung Zoom "Krank und keiner zahlt - der Streit mit
den Berufsgenossenschaften" enthält eine Reihe von Aussagen, die nicht zutreffen.

• So wird behauptet, dass zwei positive Gutachten für die Anerkennung einer
Berufskrankheit notwendig seien. Richtig ist: Es gibt Anerkennungsverfahren, in
denen ohne Gutachten anerkannt wird. Wird ein Gutachten benötigt und bestätigt
dieses den Zusammenhang zwischen Arbeit und Erkrankung, so reicht dies aus.

• Weiterhin wird behauptet, die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung
suchten die Gutachter meist auch selbst aus. Richtig ist: Nach §200 Abs. 2 SGB
VII schlägt der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung den Versicherten
drei Gutachter vor, aus denen diese dann auswählen können. Versicherte können
auch selbst Gutachter benennen, wenn diese fachlich qualifiziert sind.

• Weiterhin wird behauptet, die Gewerbeärzte seien die "einzige unabhängige
Instanz im Verfahren". Richtig ist: Bescheide der gesetzlichen Unfallversicherung
können in Verfahren vor Sozialgerichten überprüft werden.

AplusA-online.de - Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung - DGUV