07.02.2018

Krankenstand steigt: Erkältungswelle sorgt für mehr Fehltage

Deutschlands Arbeitnehmer meldeten sich 2017 wieder häufiger krank.
Nach einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit stieg der Krankenstand von 3,9 auf 4,1
Prozent. Atemwegserkrankungen machten den Deutschen im vergangenen Jahr zu
schaffen: Die Anzahl der Fehltage aufgrund von Erkältungen stieg um neun
Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ausfälle durch psychische Erkrankungen
stiegen hingegen nur leicht - um knapp 1,5 Prozent.

Mehr als die Hälfte aller Arbeitsunfähigkeitstage (53,9 Prozent) ging auf das
Konto von drei Diagnosegruppen: Der häufigste Grund für Fehltage waren
Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie beispielsweise Rückenschmerzen. Mehr als jeder
fünfte Ausfalltag (21,8 Prozent) wurde dadurch verursacht. Psychische
Erkrankungen folgten auf Rang zwei mit einem Anteil von 16,7 Prozent und
Atemwegserkrankungen mit 15,4 Prozent auf Rang drei. Atemwegserkrankungen wie
beispielsweise Husten und Schnupfen verursachten 2017 - bezogen auf 100
erwerbstätige Versicherte der DAK-Gesundheit - rund 230 Fehltage, 18 Tage mehr
als 2016. Etwa jeder zweite Berufstätige bundesweit war 2017 mindestens einmal
krankgeschrieben (48,6 Prozent).

Frauen häufiger krankgeschrieben

Mit Blick auf die Geschlechter zeigt sich: Bei Frauen stieg der Krankenstand
stärker als bei ihren männlichen Kollegen. Bei ihnen lag der Krankenstand in
2017 bei 4,4 Prozent; bei den Männern bei 3,8 Prozent.

Branchenvergleich

Die Branchen mit dem höchsten Krankenstand waren 2017 Verkehr, Lagerei und
Kurierdienste mit 4,8 Prozent sowie das Gesundheitswesen mit 4,7 Prozent. Den
niedrigsten Krankenstand hatte der Bereich Datenverarbeitung und
Informationsdienste mit 2,8 Prozent.

Für die Analyse zum Krankenstand wurden die Daten von rund 2,5 Millionen
erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse DAK-Gesundheit durch das IGES
Institut in Berlin ausgewertet.

AplusA-online.de - Quelle: DAK Gesundheit