21.06.2018

Kosten senken, Zuverlässigkeit erhöhen: VdS-Richtlinien für die systemübergreifende Kompatibilität von Alarmmeldungen

Gefahrenmeldungen erreichen Leitstellen in verschiedensten
Kommunikationsprotokollen. // Konsequenz: Ständiges aufwändiges Nachrüsten der
eigenen Systeme, erhöhte Störungsrisiken. // Die neuen Richtlinien VdS 2465-4
bieten Betreibern von Alarmsystemen praxisnahe Hilfestellungen für eine
universell kompatible Übertragung - Kosten werden gesenkt, Reaktions-schnelligkeit
und Zuverlässigkeit gesteigert.

Die berechtigte Sorge von Unternehmen wie Bür-gern zieht immer mehr Anbieter in
den mittlerweile unübersichtlichen Markt für Alarmsysteme. Hunderte
Anlagentypen in den ver-schiedensten Konfigurationen melden unter Verwendung
unter-schiedlichster Kommunikationsprotokolle an die auswertenden Leit-stellen
und die eingreifenden Interventionsdienste. Das bedeutet in der Praxis: Diese
Dienstleister müssen je nach herstellerspezifischem EMA-Protokoll
kostenintensiv nachrüsten, durch zusätzliche Software oder sogar spezielle
Hardware. Zusätzlich zu all dem Aufwand ist die Kopplung heterogener Systeme
bekanntermaßen besonders störanfällig - klare Nutznießer des latenten
Durcheinanders: die Einbrecher.

Gegen diesen Risikofaktor für erfolgreichen Einbruchschutz geht VdS jetzt vor -
mit präzisen Hilfestellungen zur Gestaltung rundum kompatibler Schnittstellen.
Die mit der Polizei und weiteren Experten des Sicherheitsmarktes abgestimmten
Richtlinien VdS 2465-4, "Übertragungsprotokoll für Gefahrenmeldungen -
Protokollbeschreibung Schnittstellen S6/S7" bieten Entwicklern von
Alarmübertragungseinrichtungen ein einheitliches Grundgerüst zum Übertragen
variabler Datenstrukturen an verschiedene Kommunikationspartner. Die Nutzdaten
werden dabei per XML (Extensible Markup Language) dargestellt, einer universell
verständlichen Auszeichnungssprache für hierarchisch strukturierte
Informationen. Mit definiertem Verbin-dungsaufbau können Alarmempfangsstellen
(S6) und Alarm- wie Interventionsdienste (S7) nun Meldungen unterschiedlichster
Formate austauschen - egal, ob sie der VdS 2465-Protokollfamilie entstammen
oder einem der zahlreichen Fremdprotokolle wie z.B. Telim, SIA oder Contact-ID.
Die wichtige Flexibilität bleibt erhalten, denn die Meldungsrohdaten und
weitere Zusatzinformationen werden auf Wunsch mit übermittelt. Der Empfänger
hat so die Wahl, ob er diese Rohdaten auswertet oder lieber die einheitliche
Meldungsstruktur des etablierten VdS 2465-Protokolls verwendet.

Harald Mebus, VdS-Fachleiter für Sicherungsdienstleistungen, betont: "Das mit
den Herstellern abgestimmte Schnittstellenprotokoll ist eine entscheidende
Hilfe, um die Kompatibilität aller Systeme innerhalb der Sicherungskette zu
erhöhen. Verschiedenste Anwender können so Ihren optimalen Beitrag zur
Verbrechensbekämpfung leisten, ohne aufwändige Änderungen oder teure Zukäufe
vornehmen zu müssen. Die neuen VdS 2465-4 erhöhen die Zuverlässigkeit und
senken die Kosten der Interventionsdisposition sowie -vorbereitung."

Die Richtlinien VdS 2465-4, "Übertragungsprotokoll für Gefahrenmeldungen",
finden Sie zum kostenlosen Download auf vds-shop.de.

Zum Download der Richtlinien VdS 2465-4


AplusA-online.de - Quelle: VdS Schadenverhütung GmbH