05.06.2018

Jüngere Beschäftigte haben hohes Unfallrisiko: Neuer Leitfaden zum Umgang mit Betriebsneulingen erschienen

Betriebsneulinge und Auszubildende haben ein hohes Unfallrisiko!
Von den durchschnittlich rund 915.000 Arbeitsunfällen pro Jahr* entfielen 170.000 -
und damit knapp ein Fünftel - auf die Gruppe der unter 26-Jährigen. Davon waren rund
40.000 Azubis.

Berufsanfänger und andere Betriebsneulinge begeben sich bei Aufnahme ihrer Arbeit
zunächst auf unbekanntes Terrain. Sie benötigen besondere Unterstützung,um in ihr
neues Aufgabenfeld hineinzuwachsen. Daher hat die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und
chemische Industrie (BG RCI) den Leitfaden "A 024 Betreibsneulinge" für Unternehmer
und Unternehmerinnen sowie Führungskräfte zum Umgang mit Betriebsneulingen herausgegeben.

Betriebsneulinge sind Beschäftigte, die eine neue Stelle antreten: Das können
Auszubildende, Personen mit Hochschulabschluss, aber auch erfahrene Beschäftigte sein,
die innerhalb des Betriebs an einen neuen Arbeitsplatz wechseln oder Vertretungen
übernehmen. Auch zeitweilig Beschäftigte sowie Personen im Praktikum zählen dazu.
Die Unfallrisiken bei Neulingen: Ihnen fehlen häufig Wissen und Erfahrung, sie kennen
viele Gefahren nicht, können durch Informationsflut und Zeitdruck überfordert sein,
fühlen sich unter Bewährungsdruck oder wurden möglicherweise zu spät oder nur mangelhaft
unterwiesen.

Der Leitfaden enthält zahlreiche Checklisten zur Vorbereitung des Eintritts, zum ersten
Arbeitstag und zur Durchführung der Erstunterweisung. Am Beispiel des Patenmodells
wird ein erfolgreiches betriebliches Einarbeitungsmodell vorgestellt. Paten sind
idealerweise aktiv am Einarbeitungsprozess beteiligt und mit dem Tätigkeitsfeld, in
dem der oder die Neue eingesetzt werden soll, gut vertraut, um bei anfänglichen
Problemen helfen zu können.

Zum Dowloadcenter - bitte Stichwort A 024 eigeben


AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)