30.01.2018

Initiative gegen Baustaub gestartet

"Staub war gestern". So lautet das Motto einer medialen Initiative, die von
einem breiten Bündnis getragen wird. Ziel ist es,die Akzeptanz moderner
staubarmer Techniken bei allen am Bau Beteiligten nachhaltig zu verbessern.
Damit soll der auf Deutschlands Baustellen allgegenwärtige Staub wirksam
bekämpft werden. Unterstützt wird die Initiative von wichtigen Verbänden der
Bauwirtschaft, von den Bundesministerien für Arbeit und Soziales sowie für
Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und vom Umweltbundesamt.

"Mit einprägsamen Bildern und Texten sollen Bauherren, Auftraggeber, Planer,
Architekten, Ingenieurbüros, Baustoff-Hersteller, ausführende Betriebe, Nutzer,
Baumaschinen- und Gerätehersteller sowie Vertreter aus Vertrieb und Verleih
gezielt angesprochen werden", sagte Norbert Kluger, Leiter des Bereichs
Gefahrstoffe der BG BAU. Dabei gehe es vor allem darum, "alle Akteure am Bau
einzubinden und mehr für die Gefährdungen der Gesundheit durch Stäube zu
sensibilisieren". Vorhandene Wissenslücken müssten geschlossen werden.


Die mediale Aktion sei "ein weiterer Meilenstein" der über Jahre etablierten
Aktivitäten der Unternehmen und Verbände der Bauwirtschaft. Zugleich ergänze
sie das gemeinsame Aktionsprogramm "Staubminimierung beim Bauen", das sich
ausdrücklich für den verstärkten Einsatz staubarmer Maschinen und Werkzeuge
ausspricht. "Die Bündnispartner gegen Baustaub haben erkannt, dass es nur durch
ein abgestimmtes und intensives Vorgehen gelingen kann, wirksam gegen Staub
vorzugehen und die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen", sagte Kluger.
Dabei sei es von entscheidender Bedeutung, dass die beschlossenen Maßnahmen für
weniger Staub auf Baustellen praktikabel sind, Akzeptanz finden und auch
umgesetzt werden.

Das Bündnis "Staubminimierung beim Bauen" sei richtungsweisend. Es demonstriere
die Bereitschaft aller Partner des Aktionsprogramms, sich in dieser wichtigen
Frage gemeinsam für Fortschritte in der Prävention einzusetzen und damit die
Situation auf den Baustellen konkret und nachhaltig zu verbessern. Das
Aktionsprogramm baut auf bereits bewährte Aktivitäten der beteiligten
Institutionen auf. Durch die systematische Kooperation und Koordinierung in den
vier Handlungsfeldern Kommunikation, Technik, Ermittlung der Staubexposition
sowie Qualifikation soll die Wirksamkeit aller Einzelmaßnahmen gesteigert
werden.

Die gemeinsamen Medien im Rahmen der Initiative "Staub war gestern" sind, laut
Kluger, "ein wichtiger Schritt der Partner des Aktionsprogramms, um die Vision
der staubarmen Baustelle Wirklichkeit werden zu lassen". Wie er hervorhob, sind
weitere Partner aufgerufen, sich an dem Bündnis zu beteiligen. Ein
Branchenportal bündelt alle Aktivitäten und Handlungshilfen (siehe Link unten).
Eine Positivliste für staubarme Maschinen und Geräte finden Unternehmen zudem
unter www.gisbau.de

Zum Branchenportal "Staubarm bauen"


AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft - BG BAU