19.10.2018

Grippegefahr am Arbeitsplatz

Im Medizinbereich oder bei viel Menschenkontakt ist eine Impfung ratsam

(djd). Beim Thema Grippeimpfung denkt man meist automatisch an Senioren und chronisch
kranke Personen. Wer unter 60 und fit ist, hält eine Impfung oft für überflüssig, da
die Krankheit bei gesunden Erwachsenen meist folgenlos ausheilt. Für viele ist dennoch
ein Grippeimpfschutz empfehlenswert. Gerade wer berufsmäßig anderen hilft - also einen
medizinischen Beruf ausübt - sollte sich selbst und die ihm anvertrauten Menschen
schützen. Das empfiehlt auch dien Ständige Impfkommission (STIKO).

Weder sich selbst noch andere gefährden

Denn wenn sich mit dem Beginn der kalten Jahreszeit die Arztpraxen wieder mit
Grippekranken füllen, sind natürlich auch die Menschen, die dort arbeiten, immer neuen
Virenattacken ausgesetzt. Ärzte und medizinische Fachangestellte laufen dann nicht
nur Gefahr, sich selbst anzustecken und eventuell wochenlangb auszufallen - sie können
die Krankheit auch an ihre Patienten weitergeben, da Viren schon vor dem Auftreten
der ersten Symptome übertragen werden können. Um Übertragungswege zu unterbrechen
und einen Gemeinschaftsschutz aufzubauen, ist eine Impfung hier also besonders wichtig.
Dasselbe gilt natürlich auch für Ärzte und Krankenpfleger in stationären Einrichtungen,
für Menschen, die in der ambulanten Pflege tätig sind, und für zahlreiche andere
Berufe wie Physiotherapeuten, Familienhelferinnen oder Heilpraktiker. Sie alle sollten
die Möglichkeit zur jährlichen Grippeschutzimpfung nutzen, die für Beschäftigte in
medizinischen Berufen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Diese zahlen ab
der Sais on 2018/2019 für alle STIKO-empfohlenen Patienten den neuen Vierfach-Grippe-
impfschutz, während bis zur vergangenen Saison üblicherweise nur herkömmliche Dreifach-
impfstoffe übernommen wurden. Damit erweitert sich der Impfschutz, weil mehr Grippeviren-
stämme abdeckt werden.

Viele Menschen, viele Ansteckungsmöglichkeiten

Neben Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern gibt es noch weitere Berufe, für die eine
Impfung empfohlen wird - nämlich solche, bei denen viel Publikumsverkehr herrscht.
Denn logischerweise sind auch Verkäufer, Busfahrer, Lehrer, Kellner oder Fitnesstrainer
besonders gefährdet in punkto Ansteckung und Übertragung, da sie täglich mit einer
großen Anzahl potentieller Grippevirenträger in Berührung kommen. Sie sollten sich
deshalb rechtzeitig im Oktober oder November impfen lassen.