13.08.2018

GESTIS-Biostoffdatenbank: Mit Bakterien, Viren und Co. bei der Arbeit sicher umgehen

Datenbank der gesetzlichen Unfallversicherung informiert über Risiken von
Biostoffen

Wer mit Biostoffen arbeitet, muss über ihr Gefährdungspotenzial Bescheid
wissen. Die neue GESTIS-Biostoffdatenbank informiert über Risiken und den
richtigen Umgang mit Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten. Die Datenbank ist
ein Kooperationsprojekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS),
der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) und der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Sie ist unter einer eigenen
Webseite bei der DGUV Internetpräsenz erreichbar.

Bisher fehlte es an einer zentralen Informationsquelle für das nötige
Präventionswissen. Die neue Biostoffdatenbank hilft dem ab. Sie führt das
Wissen einheitlich gegliedert zusammen und macht es online rund um die Uhr an
jedem Ort verfügbar. Die Datenbank ist Teil des Gefahrstoffinformationssystems
(GESTIS) der DGUV. Aktuell sind bereits über 10.000 Biostoffe erfasst, zu denen
Informationen über Risikogruppen und grundlegende Maßnahmen zum Arbeits- und
Gesundheitsschutz in Laboratorien, Versuchstierhaltung und in der
Biotechnologie vorliegen. Für rund 50 Stoffe enthält das System darüber hinaus
umfassende Datenblätter. Für weitere Biostoffe werden fortlaufend Datenblätter
erarbeitet. Für Gefahren bei "nicht gezielten Tätigkeiten", etwa in der
Abfallwirtschaft, werden fortlaufend tätigkeitsbezogene Datenblätter erstellt.

Die Datenbank bietet so einen schnellen Überblick und ermöglicht damit den
sicheren Umgang mit Gefahrstoffen.

Fachlich begleitet wird das Projekt Biostoffdatenbank vom Ausschuss für
Biologische Arbeitsstoffe (ABAS). Die GESTIS-Biostoffdatenbank wird betreut vom
Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA).

Der Zugriff ist für alle kostenfrei und ohne Registrierung möglich.

Zur GESTIS-Biostoffdatenbank


AplusA-online.de - Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)