11/01/2018

Firmen machen Negativwerbung mit psychischen Gefährdungsbeurteilungen

Verschiedene Unternehmen bringen derzeit Pressemitteilungen in Umlauf,
in denen das Thema Gefährdungsbeurteilung von psychischen Belastungen aufgegriffen wird.
In diesen Mitteilungen wird suggeriert, dass die Aufsichtsbehörden der Länder
und der Unfallversicherungsträger ab 2018 verstärkt kontrollieren, ob
Unternehmen fachgerechte Gefährdungsbeurteilungen erstellen.

Diese Aussage ist so nicht korrekt. Es handelt sich vielmehr um einen Versuch
dieser Unternehmen, mit einer fingierten Warnung auf sich und die eigenen
Produkte aufmerksam zu machen.

Im Arbeitsschutzgesetz ist ausgeführt, dass die Beurteilung psychischer
Belastungen bei der Arbeit Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung sein muss. An
dieser bereits seit 1996 geltenden Rechtslage wird sich auch im Jahr 2018
nichts ändern. Bei der Gefährdungsbeurteilung inklusive der Beurteilung
psychischer Belastungen werden die Betriebe von der Kommunalen
Unfallvesicherung Bayern und der Bayerischen Landesunfallkasse im Rahmen ihres
Beratungs- und Überwachungsauftrages unterstützt.
Miteinander auf den Straßen ankommt, bei dem jeder seinen Beitrag leisten muss.
Schuldzuweisungen an die jeweiligen Verkehrspartner sind nicht zielführend.

Dr. Jörg Hedtmann, Präventionsleiter der BG Verkehr, ist davon überzeugt, dass
"die Aktivitäten in den Bereichen Technik, Infrastruktur und
Verhaltenssensibilisierung auf einem guten Weg und eindeutige Fortschritte
erkennbar sind. Für eine weitere Verbesserung ist es aber notwendig, dass die
einzelnen Präventionsmaßnahmen eng miteinander verschränkt werden, denn
gemeinsam führen sie zum Erfolg".

AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft Holz und Metall - BGHM