22/01/2019

Falsche Sicherheitskennzeichnung: Die unterschätzte Gefahr - Diese Fehler sollten Arbeitgeber bei der Sicherheitskennzeichnung im Betrieb vermeiden

Trotz sinkender Zahlen ist das Risiko, am Arbeitsplatz zu verunglücken,
immer noch hoch: Rund 870.000 Unfälle ereignen sich pro Jahr (Quelle: DGUV, 2017).
Arbeitsunfälle sind nicht nur teuer; sie sind auch tragisch für die Mitarbeiter.
Können Gefährdungen an bestimmten Stellen im Betrieb nicht ausgeschlossen oder
vermindert werden, ist die richtige Sicherheitskennzeichnung erforderlich - so
werden Gefahren minimiert und Unfälle können auf eine simple Art und Weise vermieden
werden. Zusätzlich müssen alle Flucht- und Rettungswege korrekt gekennzeichnet sein.
Doch was in der Theorie so einfach klingt, wird in der Praxis oft nicht umgesetzt.

Arbeitgeber sind laut Arbeitsstättenverordnung gesetzlich verpflichtet, die
Sicherheit und den Schutz Ihrer Arbeitnehmer zu gewährleisten. Eine tragende Säule
bildet die Kennzeichnungspflicht, um vor Gefahren zu warnen, die sich nicht durch
andere Maßnahmen verhindern lassen. Um es den Verantwortlichen zu erleichtern,
konkretisiert die technische Regel für Arbeitsstätten "Sicherheits- und
Gesundheitsschutzkennzeichnung" (ASR A1.3) die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung
und fordert bei der Sicherheitskennzeichnung, die Piktogramme der DIN EN ISO 7010
zu nutzen. Doch was steckt hinter dieser Forderung und welche Vorteile können
Arbeitgeber bei der Erfüllung der ASR A1.3 erzielen?

Im Jahr 2013 hat die ASR A1.3 eine Generalüberholung erfahren. Hierbei wurden
unter anderem die Zeichen aus der DIN EN ISO 7010 aufgenommen und als Standard
definiert, um eine Vereinheitlichung der Sicherheitskennzeichnung zu erreichen.
Die alten Zeichen wurden dabei ersetzt; der Unterschied zwischen gültiger und
nicht mehr gültiger ASR A1.3 ist gut am Beispiel des Brandschutzzeichens für
Feuerlöscher zu sehen.

Sofern in einem Betrieb noch alte Zeichen hängen, ist es höchste Zeit, diese
auszutauschen, um die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung zu erfüllen und
sich eine Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung zu ersparen. Wählt ein
Arbeitgeber nämlich die alte Kennzeichnung, muss er anhand einer neuen
Gefährdungsbeurteilung beweisen, dass damit die gleiche Sicherheit für die
Mitarbeiter erreicht wird. Eine aufwändige und kostenintensive Maßnahme. Mit
einer Umstellung auf die neuen Zeichen und die Einhaltung der aktuellen ASR
A1.3 kann die Vermutungswirkung geltend gemacht werden, die Vorgaben der
Arbeitsstättenverordnung erfüllt zu haben. Dabei sollte auf eine einheitliche
Verwendung der neuen Zeichen geachtet und eine Vermischung vermieden werden, um
im Notfall klare und unmissverständliche Aussagen zu treffen.

Wie eingangs erwähnt, ist die Kennzeichnung der Flucht- und Rettungswege
gesetzlich vorgeschrieben und in jedem Betrieb Pflicht. Doch in der Praxis ist
nicht immer eindeutig, wie die notwendigen Schilder korrekt angebracht werden.
So schreibt die ASR A1.3 vor, dass das Sicherheitskennzeichen Rettungsweg/Not-
ausgang immer mit einem Richtungspfeil kombiniert werden muss. Dieses Zeichen
darf somit nie ohne Pfeil verwendet werden. Hier schließt sich häufig schon
die nächste Frage an: Welche Pfeilrichtung ist in welcher Situation anzuwenden?
Die in der ISO 16069 festgeschriebenen Bedeutungen der Pfeilrichtungen sind in
den Fachbericht DIN SPEC 4844-4 übernommen worden, welcher damit eine praxis-
orientierte Antwort auf diese Frage gibt.

Von besonderem Interesse ist dabei die Verwendung des Pfeils nach oben/unten.
Bisher wurde in Deutschland über Türen oft ein Pfeil nach unten angebracht.
Jedoch zeigt nur der Pfeil nach oben die Laufrichtung "geradeaus" bzw. "durch
die Tür gehen" an.

Neben den erwähnten Brandschutz- und Rettungszeichen gehören auch Warn-, Verbots-
und Gebotsschilder zur Sicherheitskennzeichnung.

Der Sicherheitsexperte Kroschke hat das komplexe Thema der Sicherheitskennzeichnung
in einem übersichtlichen White Paper zusammengefasst. Es unterstützt dabei, die
betriebliche Beschilderung auf den aktuellen Stand zu bringen und die Sicherheit
der Mitarbeiter zu gewährleisten. Das White Paper erklärt die verschiedenen Arten
der Sicherheitskennzeichnung im Betrieb, zeigt die rechtlichen Hintergründe auf
und informiert über das korrekte Verwenden und Anbringen. Eine Übersicht zeigt
die Unterschiede zwischen gültiger und nicht mehr gültiger ASR A1.3. Auf diese
Weise können Arbeitgeber die Sicherheit im Betrieb nach den aktuellen Vorgaben
des Gesetzgebers gewährleisten.

Das White Paper steht auf der Wesite kostenlos zum Download bereit.

Download Wihite Paper


AplusA-online.de - Quelle: Kroschke sign-international GmbH