20.04.2017

Experten des Technischen Handels nahmen die neue PSA-Verordnung unter die Lupe

Die Fachgruppe "Persönliche Schutzausrüstungen" (FG PSA) im VTH Verband
Technischer Handel e. V. informierte sich bei einem PSA-Hersteller über
Neuerungen bei Schutzhandschuhen sowie beim Gehörschutz, die aus dem
Inkrafttreten der europäischen PSA-Verordnung und der neuen DIN EN 388:2017-01
resultieren. Hintergrund ist der Anspruch der in der Fachgruppe vereinten
Arbeitsschutzfachhändler, ihre Kunden in Industrie, Handwerk und
Kommunalwirtschaft besser als jeder andere Lieferant zu beraten.



Bei der KCL GmbH in Eichenzell nahe Fulda, die zum Konzern Honeywell gehört,
besuchten die PSA-Experten das europaweit größte Labor im Handschuhbereich.
Dort prüft KCL die Schutzeigenschaften seiner Handschuhe gegenüber mechanischen
und chemischen Einflüssen. Laborleiter Daniel Leipold demonstrierte
verschiedene neue Prüfmethoden, insbesondere im Bereich des Schnittschutzes.
Anschließend überzeugten sich die Technischen Händler von den
Qualitätsstandards in der Produktion der Schutzhandschuhe.



Im Austausch mit Florian Stolz, Verkaufsleiter D-A-CH bei Honeywell Safety
Products, erörterte die FG PSA die wichtigsten Veränderungen, die mit der ab
April 2018 verbindlich anzuwendenden PSA-Verordnung einhergehen. Dazu zählt die
Höherstufung des Gehörschutzes in die Risikokategorie 3: Der Schutz gegen die
schädlichen Auswirkungen von Lärm wird von der neuen Verordnung offiziell als
irreversible Gesundheitsgefahr anerkannt. Dies stellt höhere Anforderungen an
die PSA-Hersteller - aber auch die Anbieter von Persönlichen
Schutzausrüstungen: Diese müssen zukünftig kontrollieren, ob die Ware
qualitätsgesichert und entsprechend gekennzeichnet ist sowie über die
notwendigen Bescheinigungen verfügt.



Beratungskompetenz und innovative Dienstleistungen
Nach dem Lieferantenbesuch kam die FG PSA unter dem Vorsitz von Wolfgang Möwius
(Möwius, Hamburg) und im Beisein von VTH-Hauptgeschäftsführer Thomas Vierhaus
zur Mitgliederversammlung 2017 zusammen. Um die erstklassige Beratungsqualität
im Arbeitsschutzfachhandel weiter auszubauen, wurde beschlossen, die Aus- und
Fortbildung von "Geprüften Fachberatern für Persönliche Schutzausrüstungen" in
Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und
weiteren Partnern aus dem Arbeitsschutzbereich auch zukünftig entschlossen
voranzutreiben.

Weitere Informationen zur VTH-Fachgruppe "Persönliche Schutzausrüstungen


AplusA-online.de - Quelle: VTH Verband Technischer Handel e. V.