19/12/2014

Erste Kooperation zwischen der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie mit einem Branchenverband zur Umsetzung der Präventionsstrategie

Mit der ersten Kooperationsvereinbarung zwischen der Berufsgenossenschaft
Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) und dem Branchenverband für die
Schaumstoff- und Polyurethanindustrie, dem Fachverband für Schaumkunststoffe
und Polyurethane e.V. (FSK e.V.) starten beide Organisationen erstmals in
Deutschland eine gemeinsame Initiative zur Arbeitssicherheit in der
Polyurethan- bzw. Schaumkunststoff-Industrie im Rahmen der neuen
Präventionsstrategie "VISION ZERO".

"Die Bemühungen in unserer Industrie passen ideal zur ‘VISION ZERO‘, mit der
Berufskrankheiten und Arbeitsunfälle gegen Null gebracht werden sollen", so der
FSK-Geschäftsführer Dr. Hans-W. Schloz. "Wir versuchen die Maßnahmen der
Präventionsstrategie der BG ‘VISION ZERO. Null Unfälle - gesund arbeiten!‘ mit
den Umweltschutzmaßnahmen in den Schaumkunststoff- und
Polyurethan-verarbeitenden Unternehmen zu kombinieren und sehen die Kooperation
als ein umfassendes Paket zur einheitlichen Umsetzung von Umweltstandards sowie
die Maßnahmen zur Arbeitssicherheit in der Branche auf einem hohen Niveau
umzusetzen", so Schloz. Dies sei, so der Leiter der Prävention für die BG RCI,
Helmut Ehnes, die ideale Basis dafür, das vor kurzem beschlossene
Präventionskonzept der Berufsgenossenschaft ‘VISION ZERO‘ in die praktische
Umsetzung am Beispiel einer Industrie zu bringen. Dabei gehe es nicht nur um
gemeinsame Ziele, sondern um konkrete Maßnahmen und Schritte, die die
Berufsgenossenschaft gemeinsam mit dem FSK umsetzen werde.

Umweltschutz und Arbeitssicherheit in Unternehmen, die mit chemischen Stoffen
arbeiten, seien sehr komplex und anspruchsvoll, so Dr. Thomas Martin, Leiter
Geschäftsstelle Gefahrstoffinformation der BG RCI. So sei eine der wichtigsten
Ausgangsituationen für Arbeitsschutzmaßnahmen das Wissen über und der richtige
Umgang mit chemischen Stoffen in den Unternehmen. Aus diesen werden die
Gefährdungsbeurteilung und auch Betriebsanweisungen beim Polyurethanverarbeiter
erzeugt, um u.a. den gesetzlichen Pflichten gerecht zu werden, so Dr. Martin.
"Deshalb werde die Kooperation zwischen der Berufsgenossenschaft und dem FSK
mit der Entwicklung einer gemeinsamen Datenbank zum Stoffmanagement in
Polyurethan-verarbeitenden Unternehmen gestartet. Die Berufsgenossenschaft wird
dabei Ihre Erfahrungen aus der Datenbank GisChem einfließen lassen, um die
Datenbank des FSK mit den noch einzubringenden Daten aus der Polyurethan- und
Schaumkunststoffindustrie zu verbinden", so Dr. Thomas Martin. Die
Berufsgenossenschaft werde dabei, so Helmut Ehnes, auch die Erkenntnisse aus
nationalen und internationalen Projekten zu Schnittstellen für
Stoffdatenblätter aber auch für die Daten aus dem elektronischen
Sicherheitsdatenblatt, insbesondere auf arbeitssicherheitsrelevante
Informationen, einfließen lassen.

Darauf aufbauend werden weitere Maßnahmen wie Schulungen,
Arbeitssicherheitsunterweisungen aber auch die Beratung zu Umweltrecht und
Umweltfragen in Unternehmen implementiert, so der FSK-Geschäftsführer Dr.
Hans-W. Schloz. Dabei unterstütze man die BG-Strategieziele aus ‘VISION ZERO‘
wie z.B. Senkung des Arbeitsunfallrisikos, Steigerung der Anzahl unfallfreier
Betriebe, bedarfsgerechte Präventionsangebote und Präventionsmaßnahmen.


AplusA-online.de - Quelle: Fachverband für Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK e.V.)