20.04.2017

Erholsame Pausengestaltung - Alte Rezepte für neue Arbeitswelten

Die Ergebnisse einer Online-Umfrage der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga)
unter 323 Personen zeigen, dass zwar 79 Prozent der befragten Beschäftigten
grundsätzlich mit den Pausen zufrieden sind, sich dabei aber nur rund die
Hälfte nie, selten oder nur manchmal erholt.



"Dabei sind Erholungsphasen bei der Arbeit für die psychische Gesundheit enorm
wichtig", so der Leiter des Arbeitsprogramms Psyche Andreas Horst. Mit "Pause
machen" muss dabei nicht immer das "Nichts-Tun" gemeint sein. "Erholung kann
sich auch durch einen kurzen Spaziergang oder einen Power-Nap einstellen.
Hauptsache, die Aktivität steht im deutlichen Gegensatz zum Arbeitsalltag", so
Horst. Wer also im Call-Center arbeitet, braucht in der Pause Ruhe und Stille -
für Büromenschen kann das Joggen erholsam sein. Im Internet zu surfen und
private Mails zu schreiben ist hingegen nicht erholsam. Laut der Umfrage wissen
das zum Glück knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten. Sie nehmen an,
dass der Gebrauch von digitalen Medien zwischen den Arbeitsphasen nicht zur
Entspannung beiträgt. 61 Prozent gehen sogar davon aus, dass es die
Leistungsfähigkeit negativ beeinflusst. Smartphones und Co werden lediglich
einige Minuten in der Pause genutzt - hauptsächlich um Kurznachrichten und
E-Mails zu bearbeiten.



Den größten Erholungswert haben laut dieser Umfrage Pausenaktivitäten wie
Spaziergänge, Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen, abhängen und "chillen"
sowie Ausgleichsübungen bzw. Sport.



Beim Thema erholsame Pausen ist jedoch nicht nur die Eigenverantwortung der
Beschäftigten gefragt. Auch die Führungskräfte können einen wichtigen Beitrag
zu gesunden und leistungsstarken Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leisten:
Indem sie eine flexible und autonome Wahl des Pausenzeitpunkts ermöglichen.



Der iga.Report 34 enthält die ausführliche Auswertung der Umfrage sowie viele
Hinweise und Praxisbeispiele zu guter Pausengestaltung am Arbeitsplatz.

Zum iga.Report 34


AplusA-online.de - Quelle: GDA Psyche