20.09.2017

Entschließung des Bundesrates zu Überfällen und Gewalt: Gefährdungsbeurteilung ist wichtige Unternehmeraufgabe

Beschäftigte in vielen Branchen sind immer häufiger Angriffen, Überfällen und
Gewalttaten ausgesetzt.

Der Bundesrat hat nun in einer Entschließung festgestellt: Die Beurteilung der
Arbeitsbedingungen, die Festlegung geeigneter Maßnahmen des Arbeitsschutzes
sowie deren fachkundige Umsetzung sind wesentliche Elemente zur Vermeidung oder
Verringerung von Gefährdungen durch Übergriffe Dritter auf Beschäftigte.
Bundesweit besteht Handlungsbedarf: Nur 54 Prozent der Betriebe führen,
obgleich gesetzlich verpflichtend, eine Gefährdungsbeurteilung durch.

Dabei müssen Arbeitgeber spezifische Maßnahmen des Arbeitsschutzes im Sinne
der Gewaltprävention umsetzen. Diese Maßnahmen betreffen sowohl die Prävention
von Gewalttaten als auch die Hilfeleistung für betroffene Beschäftigte bei
eingetretenen Gewaltfällen.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) bietet für alle
bei ihr versicherten Branchen Informationen sowie Handlungs- und
Beurteilungshilfen zu den Themen Überfall und Gewalt an, die einerseits
Arbeitgebern technische bzw. organisatorische Maßnahmen beschreiben,
andererseits Beschäftigte entsprechend aufklären und Kompetenzen vermitteln,
damit sie problematische Situationen vermeiden oder aber bewältigen können. Bei
eingetretenen Gewaltereignissen hilft die Berufsgenossenschaft aber auch: Neben
der erforderlichen Hilfe ist die psychologische Erste Hilfe eine wichtige
Maßnahme zur Stabilisierung der Betroffenen.

Weitere Informationen und Material zum Download


AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)