18.12.2012

Empfehlungen für Arbeitsmediziner zu Umgang und Prävention

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat die Arbeit an
einer S3-Leitlinie über chronische Berylliose (CBD) koordiniert, der ersten
arbeitsmedizinischen S3-Leitlinie überhaupt. Sie soll helfen, Entscheidungen
hinsichtlich der Ursachen und Prävention dieser Erkrankung zu treffen. Risiken
tragen Beschäftigte, die bei ihrer Arbeit dem Beryllium und seinen Legierungen
ausgesetzt sind. Verwendung findet das Leichtmetall beispielsweise bei
Computerbauteilen, in der Automobilindustrie oder in der Luft- und
Raumfahrtindustrie. Durch die berufliche Beryllium-Exposition kann es zu einer
chronischen Berylliose bei Menschen kommen.

Die S3-Leitlinie, eine medizinische Leitlinie, wurde unter Federführung der
Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) erstellt.
Ziel dieser Leitlinie ist es, evidenzbasierte Empfehlungen zu geben im Umgang
mit Personen, die beruflich einer Beryllium-Exposition ausgesetzt sind oder bei
Personen mit Verdacht auf CBD, die Symptome zeigen. Entscheidungen in der
arbeitsmedizinischen Vorsorge sollen so auf eine rationale Basis gestellt
werden. Dabei geht es inhaltlich in der Leitlinie um die CBD mit
Beryllium-Sensibilisierung, andere Erkrankungen wie die akute Berylliose und
die Beryllium-induzierte Dermatitis sind ausdrücklich nicht gemeint. Die
Leitlinie beantwortet Fragen zur Exposition und gibt Empfehlungen zu Fragen der
Diagnostik, Dosis-Wirkungsbeziehung und Prognose. Die Empfehlungen richten sich
an Mediziner aller Versorgungsbereiche, insbesondere der Arbeitsmedizin, und an
die Kooperationspartner der Ärzteschaft.

Ab sofort steht die Leitlinie als Lang- und Kurzfassung im Internetangebot der
Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften zur Verfügung.

Weitere Informationen


AplusA-online.de - Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)