29.11.2017

Dunkelheit und Witterung machen Arbeitsweg gefährlicher

Arbeitnehmer sind auf dem direkten Weg zur Arbeit gesetzlich versichert

Die kalte Jahreszeit ist wieder da: Es wird morgens später hell und abends
früher dunkel. Das Wetter wird schlechter, Nässe, Laub und Reif machen die
Straßen glatt. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)
rät deshalb zu erhöhter Vorsicht im Straßenverkehr - besonders gilt das für
Menschen, die früh raus müssen, um zur Arbeit zu kommen. Und das aus gutem
Grund, denn im vergangenen Jahr verzeichnete die BGN über 11.000 Wegeunfälle.
Gerade Versicherte aus dem Back- und Fleischerhandwerk sowie der Gastronomie
haben Arbeitszeiten, die entweder sehr früh beginnen oder spät am Abend enden.
Sie sind, wie alle 3,5 Millionen Versicherten der BGN, auf dem Weg von und zur
Arbeit über die Berufsgenossenschaft versichert. Wie man den Arbeitsweg sicher
bewältigt, dazu gibt die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe
wertvolle Tipps.

Wichtige Tipps für mehr Sicherheit
Fußgänger sollten auf das richtige Schuhwerk achten. Rutschhemmende
Profilsohlen sind vielleicht nicht besonders schick, sind aber die
Mindestanforderung für sicheren Halt beim Gehen. Wer im Job auf feinere
Schuhmode angewiesen ist, sollte sich am Arbeitsplatz ein Paar Schuhe zum
Wechseln bereitstellen. Auch bei der Kleidung gibt es wichtige Dinge zu
beachten: Dunkle Farbtöne erhöhen das Unfallrisiko. Helle Farbtöne, vor allem
aber reflektierende Elemente an der Kleidung werden von anderen
Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen. Sie erhöhen die Sichtbarkeit um den
Faktor fünf. Wenig beachtet wird, dass Autoscheinwerfer in erster Linie die
Straße ausleuchten, der Fahrer also zunächst nur die untere Körperhälfte des
Fußgängers sieht. Das gilt es bei der Auswahl der Kleidung zu bedenken.
Der Schutzhelm setzt sich bei Fahrradfahrern mehr und mehr durch. Aber auch
reflektierende Kleidung sollte aus Sicht der Berufsgenossenschaft ein Muss
sein. Für wenig Geld gibt es im Handel genormte Warnwesten, die für erhöhte
Sicherheit sorgen. Selbstverständlich sollte das Fahrrad ebenfalls mit
ausreichend Reflektoren und einer funktionierenden Lichtanlage ausgestattet
sein.

Bei Unterbrechung des Arbeitsweges droht Versicherungsverlust
Sollte trotz aller Vorsicht ein Unfall auf dem Weg zwischen Wohnung und
Arbeitsstätte passieren, muss dieser, sofern er eine Arbeitsunfähigkeit von
mehr als drei Tagen nach sich zieht, innerhalb von drei Tagen der
Berufsgenossenschaft gemeldet werden. Doch Achtung: Wer auf dem Arbeitsweg etwa
am Kiosk anhält um sich eine Zeitung zu kaufen, unterbricht nicht nur seine
Fahrt, sondern in der Regel auch den Versicherungsschutz. Denn man verlässt den
direkten Weg zur Arbeit und widmet sich privatwirtschaftlichen Dingen. Erst
wenn man sich wieder ins Auto oder aufs Fahrrad setzt und sich auf dem direkten
Weg befindet, lebt der Schutz wieder auf.

AplusA-online.de - Quelle: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe - BGN