12/04/2018

Drogen- und Substanzmissbrauch in Unternehmen: Fakten - Strategien - Hilfsangebote

Selten gibt es in Unternehmen und Firmen Routinekontrollen, um den
Missbrauch von Medikamenten oder Drogen durch Mitarbeiter zu ermitteln. Für Vorgesetzte
stellt sich in diesen Fällen auch die Frage nach der richtigen und angemessenen Reaktion.
Das Handbuch hilft Führungskräften, Personalsachbearbeitern und Fachkräften für
Arbeitssicherheit, präventive Konzepte zu erstellen, um die Herausforderungen in Bezug
auf den zunehmenden Substanzmissbrauch im Arbeitsbereich zu bewältigen, und gibt ihnen
wirksame Lösungsideen zum Wohl aller Beteiligten an die Hand.

Das Buch ist in vier Hauptkapitel untergliedert:
• Führungsverantwortung und Selbstkontrolle/Illegale Drogen im Arbeitsbereich/
Medikamente im Arbeitsbereich
• Erkennen bedenklicher Substanzen im Arbeitsbereich (Drogenschnelltests,
Erkennen von Medikamentenmissbrauch, strafrechtliche und kriminologische
Gedanken)
• Prävention und allgemeine effektive Hilfsangebote (u.a. Gesprächstechniken)
• Sonderthemen (Teilnahme am Straßenverkehr, Versicherungsfragen, Dienstreisen
ins Ausland, Auszubildende und Werkstudenten)
Der Anhang enthält
• Abkürzungen und Begriffserklärungen
• Auszüge aus Gesetzen
• Auflistung von Herstellerfirmen von Drogen- und Medikamententests
Ein farbiger Bildteil rundet das Werk ab.

Der Verfasser lässt seine vielfältigen Erfahrungen aus seinen Tätigkeiten als
Kriminalbeamter im Drogen-Kommissariat, als Hospitant im ärztlichen Bereich und als
Buchautor sowie Referent in Industrie und Wirtschaft einfließen.

Der Umgang mit Arzneimitteln und Betäubungsmitteln hat sich in den vergangenen Jahren
und Jahrzehnten stark verändert. Dies liegt einerseits daran, dass aufgrund von
hektischeren Lebensweisen Krankheiten im psychischen und psychosomatischen Bereich
massiv zugenommen haben. Andererseits ist der strafrechtlich relevante Griff zu illegalen
Drogen insbesondere bei Jugendlichen in den letzten Jahren deutlich angestiegen.
Auch z.B. an Schule, Universität oder am Arbeitsplatz sind vermehrt Personen anzutreffen,
die unter dem Einfluss von Medikamenten oder auch Drogen stehen.

Zunehmend greifen Menschen auf bestimmte Medikamente zurück, ohne krank zu sein.
Sie missbrauchen die Präparate, häufig ohne auf die Nebenwirkungen und die gesetzlichen
Folgen zu achten. Dass Substanzmissbrauch nicht nur zu Abhängigkeit und Sucht führen
kann, wird oftmals verdrängt. In vielen Fällen wird damit sogar gegen Strafgesetze
verstoßen. Viele Veröffentlichungen und Statistiken der letzten Jahre belegen, dass
Industrie und Wirtschaft durch substanzbedingte Ausfallzeiten, Qualitätseinbußen,
Regress-Forderungen und aufwendige Straf- und Zivilverfahren Milliardenverluste
verbuchen mussten.

AplusA-online.de - Quelle: RICHARD BOORBERG VERLAG GmbH & Co KG