22.08.2017

Die Berufskrankheit Hautkrebs vermeiden mit dem richtigen Sonnenschutz

Heller Hautkrebs durch Sonnenstrahlung kann seit 2015 als Berufskrankheit
anerkannt werden. Wie sich Beschäftigte, die häufig im Freien arbeiten, vor
dieser Gefahr schützen können, zeigt ein Film der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (DGUV).

"Bei Tätigkeiten im Freien können Beschäftigte das Mehrfache einer
Sonnenbranddosis am Tag abbekommen. Das ist eine extreme Belastung für die
Haut", sagt Dr. Marc Wittlich vom Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA).
Wittlich betreut das Projekt ""GENESIS-UV". Dabei wird die Sonnenstrahlung in
verschiedenen Berufen mit Dosimetern gemessen, die die Beschäftigten während
ihrer Arbeit tragen. Wittlichs Ergebnisse lassen keinen Zweifel: Menschen, die
im Freien arbeiten, müssen sich schützen.

Die Möglichkeiten vorzubeugen sind vielfältig. Am effektivsten ist es,
Arbeitsplätze zu beschatten. "Wenn das nicht möglich ist, sollte der
Arbeitgeber zunächst organisatorische Maßnahmen erwägen", sagt Christopher
Wohland von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). Können
Arbeitszeiten vielleicht in den Vor- oder Nachmittag verlegt werden, um die
heftige mittägliche Sonneneinstrahlung zu vermeiden? Auch jeder einzelne
Beschäftigte kann etwas tun: Die Kleidung sollte möglichst langärmlig sein,
Helm oder Kappe sollten einen Nackenschutz haben. Für Körperstellen, die nicht
auf andere Weise geschützt werden können, bleibt die Sonnencreme.
Heller Hautkrebs ist zunächst unauffällig. Deshalb bringt oft erst ein Gang zum
Hautarzt Klärung. "Aber wenn heller Hautkrebs früh genug erkannt wird, kann er
gut behandelt werden", sagt Professor Swen Malte John, Experte für
berufsbedingte Hauterkrankungen.

Link zum Film


AplusA-online.de - Quelle: Deutsche Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)