15.01.2019

DEKRA Arbeitssicherheitsreport 2018/2019 zeigt Lücken beim Brandschutz - Fluchtweg unbekannt

Fast drei von zehn Mittelständlern haben Defizite beim Brandschutz.
Das ist ein Ergebnis des DEKRA Arbeitssicherheitsreports 2018/2019. Zahlreiche
Betriebe (28 Prozent) unterlassen laut einer forsa-Umfrage im Auftrag von DEKRA
die gesetzlich vorgeschriebene regelmäßige Brandschutz-Unterweisung. Dabei
müssen alle Mitarbeiter wissen, wie sie Bränden vorbeugen, wie sie sich bei
Feuer zu verhalten haben und wo lebensrettende Fluchtwege verlaufen.

Das Institut forsa hat im Auftrag von DEKRA repräsentativ bundesweit 300
Entscheider aus Arbeitsschutz oder Personal in Unternehmen zwischen zehn und
500 Mitarbeitern befragt. In 14 Prozent der befragten Unternehmen unterbleibt
die Brandschutz-Unterweisung komplett. In weiteren 14 Prozent der Betriebe
finden diese Maßnahmen nicht regelmäßig statt.

"Die richtige Vorbereitung auf einen Brandfall kann über Leben und Tod entscheiden",
sagt Dr. Karin Müller, Leiterin des DEKRA Fachbereichs "Mensch & Gesundheit".
"Wer zum Beispiel den Fluchtweg nicht kennt, befindet sich während eines Feuers
in höchster Gefahr. Brandschutz-Übungen simulieren einen Ernstfall, der selten
eintritt. Sie sollten aber selbstverständlich sein - wie das Anlegen des Sicher-
heitsgurtes im Fahrzeug."

Unterlässt ein Arbeitgeber die Brandschutz-Unterweisung, verstößt er im Übrigen
gegen das Gesetz (§ 10 Arbeitsschutzgesetz; § 4 DGUV Vorschrift 1). Zur Unterweisung
gehört das richtige Verhalten im Brandfall wie Alarmierung, Brandbekämpfung und
Evakuierung. Auch auf die Vorbeugung gegen Brände muss der Arbeitgeber hinweisen:
beispielsweise Gefahren durch Elektrogeräte, Kerzen in Büros oder die Funktions-
weise von Brandschutztüren.

DEKRA Arbeitssicherheitsreport 2018/2019


AplusA-online.de - Quelle: DEKRA e.V.