30/08/2016

DAK-Urlaubsreport 2016: Jeder Neunte erholt sich nicht

Die große Mehrheit der Deutschen hat den Sommer 2016 genossen. Doch jeder
neunte Urlauber erholte sich weniger gut oder überhaupt nicht. Die meisten
Probleme hatten 30- bis 44-Jährige. 16 Prozent von ihnen konnten schlecht
abschalten. Das zeigt der Urlaubsreport 2016 der DAK-Gesundheit, eine
repräsentative Forsa-Umfrage* im Auftrag der Krankenkasse. Weitere Ergebnisse:
Jüngeren Urlauber zwischen 14 und 29 Jahren ist es besonders wichtig, auch über
soziale Medien in Kontakt zu bleiben. Das gab jeder zweite von ihnen an.
Insgesamt möchten Urlauber aber bewusst Abstand zum Alltag halten (84 Prozent).
Laut DAK-Umfrage konnten vor allem junge Leute zwischen 14 und 29 Jahre die
Ferien genießen. Von ihnen sagten nur sieben Prozent, sie hätten sich nicht gut
erholt. Hauptgrund für eine fehlende Erholung einiger Urlauber war nicht
abschalten zu können (38 Prozent). Jedem Fünften (21 Prozent) vermieste Stress
mit der Familie die Ferien. 15 Prozent mussten über Handy oder Internet im
Urlaub erreichbar sein. "Dies ist eine Verdopplung im Vergleich zu 2012",
erläutert DAK-Gesundheitsexperte Ralf Kremer die aktuellen Ergebnisse. "Dabei
brauchen Körper und Psyche längere Pausen, um gesund und leistungsfähig zu
bleiben. Wer beispielsweise auch im Urlaub berufliche Mails bekommt und dadurch
nicht richtig abschalten kann, wird im schlimmsten Fall krank."

Der Urlaubsreport der DAK-Gesundheit zeigt, wie wichtig der Wegfall der
Job-Belastung für die Erholung ist: 59 Prozent der gut erholten Urlauber gaben
an, der Hauptgrund sei der fehlende Arbeitsstress gewesen. Bei den 45- bis
59-Jährigen nannten sogar 70 Prozent der Befragten diesen Grund. In dieser
Altersgruppe sagte ferner jeder Dritter (34 Prozent), der Verzicht auf das
Arbeits-Handy oder das Internet hätten hauptsächlich zur Erholung beigetragen.
Am wichtigsten sind den Urlaubern allerdings Sonne und Natur. Dies nannten 78
Prozent aller Befragten, gefolgt von Zeit mit der Familie mit 65 Prozent.
Junge Urlauber zwischen 14 und 29 Jahre setzen auch im Urlaub auf soziale
Medien. So gab jeder zweite von ihnen an, beispielsweise per Facebook oder
Twitter in Kontakt zu bleiben. 45 Prozent von ihnen war es wichtig, auch im
Urlaub erreichbar zu sein. Bei den 30- bis 44-Jährigen sagten das nur 31
Prozent. Trotz Internet und Co. gehört für fast jeden dritten Urlauber das
Postkartenschreiben nach wie vor dazu (31 Prozent). Vor allem Frauen gaben dies
an (35 Prozent). Selbst bei den 14- bis 29-Jährigen stehen die Urlaubgrüße per
Post noch hoch im Kurs. Mehr als jeder vierte von ihnen (28 Prozent) greift zu
Stift und Karte.

Die Mehrheit der Deutschen nutzt den Urlaub, um etwas für die Gesundheit zu
tun. 62 Prozent der Befragten haben aktiv Stress reduziert. Ähnlich viele
Urlauber absolvierten in den Ferien ein gezieltes Bewegungs-, Sport oder
Fitnesstraining (60 Prozent). Es folgten viel Schlaf (52 Prozent), gesunde
Ernährung (49 Prozent) und Wellnessanwendungen (16 Prozent). Neun Prozent der
Urlauber gaben an, nichts Spezielles für die Gesundheit getan zu haben.
Auffällig: Insgesamt waren Männer etwas aktiver (94 Prozent zu 89 Prozent bei
den Frauen). Mit Blick auf das Alter waren vor allem 45- bis 59-Jährige
gesundheitsbewusst (95 Prozent).

Als weiteren Grund für die fehlende Erholung im Urlaub nannten elf Prozent der
Betroffenen Krankheiten oder Verletzungen. Von ihnen hatte fast jeder Dritte in
den Ferien eine Erkältung. Jeder Vierte erlitt einen Unfall. Einen
Magen-Darm-Infekt erwischte 13 Prozent, einer Operation mussten sich drei
Prozent unterziehen.

Urlaubsreport 2016: So erholten sich die Deutschen am meisten
1.) Sonne und Natur (78 Prozent)
2.) Zeit mit der Familie (65 Prozent)
3.) Zeit für sich selbst Zeit (64 Prozent)
4.) Ortswechsel (62 Prozent)
5.) Wegfall Arbeitsbelastung (59 Prozent)
6.) Bewegung und Sport (47 Prozent)
6.) Verzicht Handy / Internet (30 Prozent)

* Repräsentative Bevölkerungsbefragung durch Forsa im Auftrag der
DAK-Gesundheit, 1. bis 8. August 2016, 1.015 Befragte

FORSA-Umfrage: DAK-Urlaubsreport 2016


AplusA-online.de - Quelle: DAK-Gesundheit